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Rua Grande in São Luís, Maranhão

Veröffentlicht am 21. Januar 2013 - 01:00h unter Perspektiven

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Gerade hat es noch für etwa zwei Minuten geregnet, nun kommt schon wieder die Sonne heraus und lässt das Wasser geradewegs verdampfen. In der „Rua Grande“ im Herzen von São Luís in Maranhão verlassen die Menschenmassen erneut die Eingänge der unzähligen Ladengeschäfte, wo sie schnell Zuflucht vor dem unerwarteten Schauer gesucht hatten. Und auch die fliegenden Händler nehmen erneut die Plastikplanen von ihren Waren um sie der potentiellen Kundschaft lautstark anzubieten.

Es ist ein ganz normaler Samstag im Geschäftsviertel der Hauptstadt des armen Bundesstaates im Nordosten Brasiliens. In der für den Autoverkehr gesperrten Straße kann man faktisch alles kaufen. Elektro- und Möbelgeschäfte wechseln sich mit Schuh- und Klamottenläden ab, dazwischen ein Spielzeugladen, ein Optiker, ein Handy-Shop. Die Umsätze scheinen gut zu laufen, sieht man doch viele Kunden mit zahlreichen Tüten bepackt die nahe gelegenen Busbahnhof ansteuern.

Aus jedem zweiten Geschäft dröhnt Musik, im Vorbeigehen spürt man die auf „Frost“ gestellte Klimaanlage. Auf dem Bürgersteig werden Popcorn, Pommes Frites, Früchte und Gebäck verkauft, dazwischen locken Sonnenbrillen, Kopfhörer und Modeschmuck. Es ist ein geordnetes Chaos, welches an einen Ameisenhaufen erinnert. Alles wuselt um einen herum und man selbst kann ebenfalls nicht innehalten sondern steuert irgendeinen Laden an, um sich den Konsumrausch anzuschliessen. Das ist das Flair der „Rua Grande“ in São Luís, hier muss man einfach irgendetwas kaufen.

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