Zurück in Toledo
Wieder daheim. Auf Busfahren kann ich die nächste Zeit dankend verzichten. Besonders mit megaschwerem Rucksack und zwei Koffern. Und dann immer wieder mit den Stadtbussen hin und her, weil ja noch einige Dinge zu erledigen waren wie Visaverlängerung und so.
Und nach meiner Ankunft im Morgengrauen in Ciudad del Este bekam ich die Auskunft, dass die Freundschaftsbrücke wieder gesperrt wird. Also habe ich nichts dort eingekauft, sondern bin im dichten Nebel hinübergelaufen, weil noch keine Busse gefahren sind. Das Risiko war mir zu gross, dort vielleicht einen halben oder ganzen Tag festzusitzen. Den Paraguayern ist ja alles zuzutrauen.
Nun bin ich wieder im beschaulichen Toledo und werde jetzt die Füsse hochlegen. Verdient habe ich mir es. Zumindest bis morgen.

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Mai 30th, 2006 at 01:10
Die Freundschaftsbrücke ist gesperrt? Ja, ist jetzt Schluss mit lustig? Nimmi Freundschaft mehr?
Mai 30th, 2006 at 04:53
Nimm Dir Zeit für Deine Familie, sie wird es Dir danken. Jasmin freut sich sicherlich auf ihren Papa.
Viele Grüße
Remo
Mai 30th, 2006 at 08:11
@Careca. Das mit dem Zollproblem ist ja inzwischen gelöst. Die Brücke war ja oft genug dafür in den vergangenen Monaten gesperrt worden (ich berichtete). Nun hatten sie Freitag die Brücke gesperrt und wollten es am Montag wieder tun. Dabei geht es jetzt nur noch um die Herausgabe von 750 Fahrzeugen, die die Brasilianer beschlagnahmt haben. Aber kurz nachdem ich die Brücke passiert hatte, kam die paraguayische Polizei und hat mit Wasserwerfern wieder für Ordnung gesorgt. Danach lief anscheinend wieder alles normal. Mal sehen wie sich das weiter entwickelt.
@Remo. Jepp, das werde ich heute auch machen. Vilma hat frei und so ist es ein Familientag.
Mai 30th, 2006 at 11:45
Über die Freundschaftbrücke bin ich vor kurzem auch gelaufen. Wir haben ITAIPU besichtigt und auf dem Rückweg gedacht wir könnten kurz noch nach Paraquay. Also sind wir zur Grenze und dann zu Fuß über die Brücke. In allen Reiseberichten stand ja was von hohen Gitterbegrenzungen. Doch nach dem Ufer hörten diese auf und außer einer niedrigen und sehr luftigen Betonstange gab´s nicht was den Blick auf die gefühlten 200 Meter freien Fall aufhielt. Dann die ununterbrochene Schlange von Schmugglern, die uns vollgepackt entgegenkam. Die lärmenden Mototaxen und Busse. Ich hatte meinen kleinen Sohn an der Hand und hab´gemacht dass ich drüben angekommen bin.
Also für Leute mit Höhenangst oder solche ohne ausgeprägte Abenteuerlust und schon garnicht mit Kinder zu empfehlen!
Zurück gings (schon eine halbe Stunde später) mit dem Bus.
Grüße
Mai 30th, 2006 at 13:36
Genau. Die kamen mir alle so entgegengerannt, ich ganz rechts an dem Betondingens in Hüfthöhe, Sichtweite 20 Meter, die 200m freien Fall wissend, aber nicht sehend. Als der durchlöcherte Gitterzaun in Sicht kam, das grosse Aufatmen.
Und dann einfach durchgelaufen. Hätte auch einiges zu erkären gehabt, wenn sie meine Taschen duchsucht hätten (bzgl. Computerartikel inkl. 5 Festplatten, Digitalkamera, PCI Karten, Memorysticks, Zigaretten). 30 km hinter Foz hat dann der Zoll nochmal den Bus durchsucht, aber Taschen mussten wir nicht öffnen.
Aber es war schon lustig der Übergang. Kann ich dir wirklich empfehlen. Vollbeladen um sechs Uhr Morgens mit massiven “Gegenverkehr” und dichtem Nebel.