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Ich hasse solche Tage

Veröffentlicht am 16. Januar 2006 - 16:20h unter Blogarchiv 2005-2012

Ich hasse wirklich solche Tage, wo irgendwie gar nichts richtig klappt.

Als erstes verschlafen, so dass der „Milchladen“ schon zu hatte. Hat mich meine Vilma geweckt und ich bin wieder eingeschlafen? Oder wollte ich einfach nicht aufwachen? Keine Ahnung. Aber das bekomme ich ja heute abend raus, wenn Vilma wiederkommt.

Nichtsdestotrotz ging es dann mit Jasmin zur Tagesmutti. Aber als ich die Haustür abschliessen wollte, Jasmin sass im Kinderwagen direkt davor, hat sie es tatsächlich geschafft, ihr Gefährt in Gang zu bringen und den Absatz herunterzurollen, wobei sie an Geschwindigkeit zulegte und dann in den Vorgarten fuhr. Hier verlor dann der Wagen seine Balance und kippte auf die Seite. Und das alles in Zeitlupentempo. Denn der Wagen stand (meiner Meinung nach) sekundenlang schräg in der Luft, bevor er umkippte. Und da gibt es zwar den Absatz, aber kein Gefälle. Vielmehr ist das Gefälle in Richtung Eingangstür (man sieht es gut beim putzen, wo das Wasser immer Richtung Tür läuft).


Ich schaffte es aber nicht mehr, mit Fläschen und Utensilientasche bewaffnet, das „Unglück“ aufzuhalten. Zumindest teilweise. Denn als der Kinderwagen auf der Seite lag und Jasmin herausrutschte, war ich schon zur Stelle.

Der Schreck war grösser als alles andere. ES IST GOTTSEIDANK ABSOLUT NICHTS PASSIERT! Nur die eine eine Körperhälfte war übersäht mit Erdkrümeln. Und schon Sekunden später im Bad lachte sie schon wieder und half mit, die Erde von ihrem Kleidchen zu entfernen.

Dieses späte Aufstehen nervt mich ungemein. Es ist schon GNADENLOS heiss, die Sonne knallt, und nichts als Stress. Kein Kaffee, keine Milch, zu spät um das Gemüse zu giessen, dann noch kleinere Unfälle, aaarggg, ich hasse das. Und keine Zeit mal vernünftig in Ruhe aufs Klo zu gehen (ihr wisst schon was ich meine!)

So, jetzt habe ich das alles gemanagt und siehe da, es ist schon wieder Mittagszeit. Der Tag rast an einem vorbei, wenn man länger als 9 Uhr im Bett liegt. Wo ich doch, und ich wiederhole mich, um 6.15 Uhr aufstehen wollte. Aber unser Wecker steht für Vilma auf 5.30 Uhr und die schaltet ihn immer so schnell aus, dass ich davon nicht wach werde. Bei mir muss der immer mal so 5 Minuten laufen. Wir brauchen also einen zweiten Wecker!!!!

Nun dann, ich konnte mich aber nicht lange aufregen, denn die Einzige, die das alles mit Ruhe und Humor hingenommen hat, war Jasmin. Sie fletzte sich in ihren Kinderwagen, genoss auf der Fahrt ihr Frühstück und lachte mit mir, dass sie der sengenden Sonne von oben wahrlich Konkurrenz machte.

Und wenn ich jetzt hier vor dem PC sitzend an ihr Lachen denke, dann finde ich, dieser Tag ist vielleicht doch nicht so verkehrt!