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Enttarnt, Gefangen, Umgebracht: das Ende eines Rattenlebens!

Veröffentlicht am 3. Dezember 2009 - 21:46h unter Blogarchiv 2005-2012

Um es kurz zu machen: ich habe meinen nächtlichen Besucher getötet. Das Licht ausgeknipst. Und ich dabei gar nicht wohl gefühlt. Aber freilassen wollte ich die Ratte auch nicht. Zu ekelig fand ich die schmutzigen Beweise in der Dusche!

Nachdem das Miststück nun auch anfing, „Kniddel“ in der Küche zu verteilen, habe ich sie heute abend hinter dem Herd entdeckt. Von da flüchtete sie in den „Motorraum“ des Kühlschranks, wo ich sie allerdings stellte. Ihr blieb nur die Flucht nach vorn und da schnappte die Falle in Form eines grossen Waschbottichs aus Plastik zu.

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Von dort eröffnete ich ihr an einer Treppenstufe die Freiheit in Form eines schmalen Spaltes am Boden. Doch der vermeintliche Fluchttunnel war nur eine abgeschnittene 2 Liter Cola-Flasche, in der sie – nachdem ich die Flasche zugetackert hatte – nun endgültig gefangen war.

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Ein Eimer Wasser, ein paar Löcher im Plastik, den Rest kann man sich vorstellen. Es ging schnell und war hoffentlich schmerzlos. Vermutlich war es eine Hausratte (Rattus rattus), aber genau weiss ich es nicht. Mein Exemplar hatte eine Körperlänge von etwa 18cm plus den rund 20cm langen Schwanz. Hier in Brasilien wird sie einfach von der Bevölkerung „rato de esgoto“ (Kanalratte) genannt. Wissenschaftlich wäre damit aber eher die Wanderratte (Rattus norvegicus) gemeint.

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