Brasilien FotoBlog

Strandpromenade in Rio de Janeiro

Veröffentlicht am 22. Januar 2013 - 01:00h unter Perspektiven

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Als ich das erste Mal nach Rio de Janeiro kam, hatte ich eine ganz besondere Vorstellung von dieser „wundervollen Stadt“, wie sie ja allgemein bezeichnet wird. Ich wusste von dem starken Kontrast zwischen Luxus und Armut, hatte die angeblichen Sehenswürdigkeiten auf meiner Liste und wollte die Warnungen für „No-Go-Zonen“ beherzigen. Aber natürlich war mir die Millionenmetropole trotz aller Vorbereitungen fremd und auch ein wenig unheimlich.

Schon bei der Fahrt vom Flughafen durch das heruntergekommene Hafenviertel mit seinen im Verfall befindlichen Gebäuden fragte ich mich, ob es wirklich klug war, das „Abenteuer Rio de Janeiro“ zu wagen. Überall lugten Favelas zwischen den Wohnblocks hervor, irgendwie schien man stets einen Schritt am Abgrund zu wandeln, nur einmal falsch abgebogen und man war dort, wo sich die Polizei nicht mehr hintraut und man ein leichtes Opfer wird. Es war für mich wie im Zoo, wo der Raubtierkäfig offen steht und kein Warnschild auf die Gefahren hinweist.

In den ersten Stunden meines Aufenthaltes konnte ich daher nur an den Strandpromenaden von Copacabana oder Ipanema richtig durchatmen. Hier fühlte ich mich sicher, auch wenn ich heute weiss, dass dieses Gefühl durchaus trügerisch sein kann. Doch auf den berühmten Wegen mit seinen weltbekannten Mustern zu flanieren, auf die Guanabara-Bucht zu blicken und bei einem eiskalten Kokos-Wasser den Tag zu geniessen – das war schon etwas besonderes. Noch heute komme ich bei jedem Besuch gerne an diese Promenaden zurück, auch wenn ich inzwischen ganz andere Regionen der Stadt kenne, an denen man ebenfalls herrlich entspannen kann.

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