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Sandige Strassen in Tutóia – MA

Veröffentlicht am 7. Januar 2013 - 13:46h unter Perspektiven

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Hier in Äquatornähe brennt die Sonne unbarmherzig heiss vom Himmel herab. Jede Wolke wird für einen Spaziergang genutzt, ansonsten sucht man den schatten wie ein durstiges Tier die Tränke. Wer doch hinaus muss in den Glutofen von Maranhão im Norden Brasilien, der nimmt einen Regenschirm mit. So kann man sich wenigstens ein bisschen vor dem Feuerball am blauen Himmel schützen.

Doch das Laufen in dem von Dünen umgebenen Ort ist stellenweise recht schwierig. Der stetige Wind vom Meer weht den Sand durch die Straßen und kein Regen kommt, um den Asphalt wieder freizuspülen. In den einfacheren Beziken des Kaffs am scheinbaren Ende der Welt am Delta des Flusses Parnaíba sind überhaupt nicht asphaltiert. Hier vermischt sich der Sand mit Lehm und Erde, machmal schauen grob geschlagene Pflastersteine durch der Schmutz hindurch. An diesen Stellen ist die Sonne wieder wichtig, denn bei Regen gibt es hier faktisch kein Durchkommen mehr.

So haben sich die Menschen in Tutóia mit dem heissen Sand unter ihren Füssen und einem Regenschirm über dem Kopf auf das brutale Klima eingestellt. Doch wenn es geht, dann betritt man die Straße nur am frühesten Morgen oder nach Einbruch der Dämmerung. Die restliche Zeit des Tages hat sich die Sonne die Macht über Gassen und Wege gesichert. Ausser eine Wolke durchbricht kurzfristig ihre Vorherrschaft.