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Onça-pintada – die Raubkatze Amerikas

Veröffentlicht am 26. Februar 2013 - 11:18h unter Perspektiven

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Der Onça-pintada, besser bekannt als Jaguar, ist die größte Raubkatze des amerikanischen Kontinenten. Nach dem Tiger und Löwen ist sie sogar die drittgrößte der Welt. Einst besiedelte der Jäger die Region vom Südwesen der USA bis in die endlosen Weiten Argentiniens, heute kommt er allerdings fast nur noch im amazonischen Regenwald vor. Die anpassungsfähigen Tiere leben aber auch in Savannen, Sumpfgebieten wie dem Pantanal und sogar in Halbwüsten.

Leider wurden sie im letzten Jahrhundert gnadenlos gejagt und an den Rand des Aussterbens gebracht. Die Einzelgänger, die teilweise bis zu 150 Quadratkilometer Revier für sich beanspruchen, sind daher in freier Wildbahn kaum noch zu beobachten. Auch sein natürlicher Lebensraum hat sich durch die zunehmende Agrarwirtschaft und Besiederlung abgelegener Regionen mittlerweile halbiert. Allerdings hat sich durch Jagdverbote und strengere Kontrollen die Population in den vergangenen Jahrzehnten leicht erholt. Doch auch weiterhin gibt es Wilderer, die sich aufgrund der Felle hohe Gewinne erhoffen.

Will man nicht tagelang auf der Lauer liegen, so leibt einem fast nichts anderes mehr übrig, als die Großkatze im Zoo zu bewundern. Vorliegendes Foto entstand im zoologischen Garten von Curitiba, wo das Expemplar hinter einem Maschendrahtzaun getrennt von Artgenossen ein vermutlich einsames wenn auch geschütztes Dasein fristet.