Brasilien FotoBlog

Entspannung im atlantischen Regenwald

Veröffentlicht am 23. Januar 2013 - 01:00h unter Perspektiven

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Eine frische Brise versetzt die Baumwipfel in stetige Bewegung und die unter dem Vordach montierte Hängematte lädt dazu ein, diese Schauspiel von dort aus zu beobachten. Exotische Geräusche dringen aus dem Urwald, in diesem Fall der atlantische Regenwald im Iguaçu-Nationalpark im Dreiländereck von Brasilien, Argentinien und Paraguay. Ich bin in einer etwas abgelegenen Pousada und habe den stickigen Mief der Grenzstadt Foz do Iguaçu hinter mir gelassen.

Hier will ich zumindest einen Vormittag lang entspannen und die unvergleichliche Natur einatmen. Auf dem Grundstück stehen die unterschiedlichsten Arten von Bäumen und ich weiss, dass gerade dieses Biom über die größte Biodiversität des Planeten verfügt. Nirgendwo findet man mehr unterschiedliche Spezies an Flora wie hier. Amazonien hinkt da überraschenderweise weit hinterher. Doch dies hat man lediglich im Hinterkopf, wenn man seine Augen an die schier zahllosen verschiedenen Grüntöne gewöhnt.

Und während man das sanft bewegende Blätterdächer des Urwalds beobachtet und versucht, dass ein oder andere Tier, dessen Rufe man vernimmt, zu erhaschen, fängt man unweigerlich an zu träumen. Bäume, Sträucher, Gräser und Blumen stürzen auf einen ein, untermalen die gedankliche Reise mit den ungewohnten Lauten der heimischen Tierwelt und lassen die Realität Zug um Zug verschwimmen. Als ich die Augen wieder öffne, weiss ich nicht mehr, was Traum und Wirklichkeit war. Und ich habe keine Ahnung, wieviel Zeit vergangen ist. Das nenne ich wahre Entspannung im atlantischen Regenwald.

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