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Endlose Busse – Curitiba

Veröffentlicht am 6. Januar 2013 - 13:17h unter Perspektiven

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In vielen Städten Brasiliens ist der Nahverkehr ziemlich chaotisch. Zahlreiche private Buslinien – natürlich mit städtischer Konzession – kämpfen vor allem in den Zentren um die Vorherrschaft. Denn dort bedienen viele Linien eine identische Route, bevor sie sich in die Vororte verzweigen. Viel Platz ist da nicht, da wird gehupt und gedrängelt. Und sich gegen Taxis, LKWs und Privat-PKW mit aller Gewalt durchgesetzt, denn spezielle Bustrassen findet man ebenfalls nicht.

Ganz anders in Curitiba, der Öko-Hauptstadt Brasiliens. Hier fahren die längsten Busse der Welt auf eigenen Trassen und mit ausgeklügelten Haltestellen. Der Fahrgast betritt zunächst eine Röhre, wo am Eingang der Fahrkartenverkäufer sitzt. Und kann dann über mehrere Türen den Bus betreten. Dabei klappt erst ein Plattform am Bus hinunter, dann öffnet sich die Bustür. Zuletzt geht die Tür in der Zurittsröhre auf.

Und dann ist man drin in dem Ungetüm mit Ausmassen einer Straßenbahn. Zwei Gelenke ermöglichen die Fahrt durch die engen Straßen im Zentrum, der „Motorista“ muss sich dabei ganz genau an den Fahrweg halten, Ausweichmanöver sind fasat unmöglich. Die Trassen müssen daher stets frei sein und wer den Weg absichtlich blockiert, muss mit richtig hohen Strafen rechnen. In Curitiba macht Busfahren Laune – und bringt einen entspannt zu den vielen Sehenswürdigkeiten in der Metropole im Süden des Landes.

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