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Dampfmaschine der Pioniere

Veröffentlicht am 18. September 2013 - 16:09h unter Perspektiven

dampfmaschine

Still und einsam steht die restaurierte Dampfmaschine im „Park der Pioniere“. Die Grünanlage etwas ausserhalb des Zentrums in Toledo im Bundesstaat Paraná ist nicht nur der Gründung der Stadt vor gut 60 Jahren gewidmet sondern der Kolonisierung einer ganzen Region. Wo früher auf der Hochebene tausende Kilometer atlantischer Regenwald den Horizont beherrschten, liegen heute Felder mit Weizen, Mais oder Bohnen im Sonnenlicht. Sie brachten Reichtum in die Dörfer und Gemeinden, machten den Süden Brasiliens zu einen wichtigen Agrarstandort.

Doch die Urbarmachung des unwirtschaftlichen Geländes war eine gewaltige Herausforderung. Zunächst musste Baum um Baum gefällt werden, mit dem Material wurde dann ein Sägewerk errichtet. Eine Kettenreaktion setzte ein. Das produzierte Holz wiederum wurde verkauft oder für den Hausbau verwendet, die freiliegenden Flächen vollständig gerodet und erstes Getreide gesät. Die Ernteinnahmen wiederum für die Bezahlung neuer Arbeitskräfte und in die Erschliessung von weiterem Land investiert. Nach und nach wurden aus den Dörfern größere Ansiedelungen, bald Städte, die wiederum mit anderen Städten verbunden werden mussten. Die Dampfmaschine half dabei mit, schwere Güter wie Baumstämme zur Weiterverarbeitung zu transportieren.