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CD Pirata – Musik zum Dumpingpreis

Veröffentlicht am 28. Februar 2013 - 19:16h unter Perspektiven

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Sie tummeln sich an Busbahnhöfen, belebten Plätzen oder laufen manchmal sogar von Haus zu Haus: die CD-Verkäufer Brasiliens. Hunderttausende Silberlinge mit aktueller Musik werden so jährlich an den Mann oder die Frau gebracht, die Künstler gehen dabei jedoch leer aus. Denn bei den CDs handelt es sich durchweg um Raubkopie, „CD Pirata“ genannt. Massenhaft gefertigt, oft von schlechter Qualität ab spottbillig. Knapp 1 Euro muss man derzeit im größten Land Südamerikas für ein illegale Kopie im Zelofantütchen mit schlecht gedrucktem Cover hinlegen. Das ist ein Bruchteil dessen, was das Original in Geschäften oder Online-Stores kostet.

Die Kokurrenz auf den Straßen ist groß, wer viel verkaufen will, muss sich etwas einfallen lassen. Vor allem wollen die Kunden die unbeschrifteten Tonträger gerne ausprobieren, eine mobile Sound-Box hilft dabei natürlich gewaltig. Denn fast jeder hat schon einemal die Erfahrung gemacht, dass die CD im heimischen Player nicht funktionierte oder eine ganz andere Musik ertönte, als man es eigentlich erhofft hatte. Und wer mit dumpfen Bass durch die Straßen zieht, dem ist natürlich auch die Aufmerksamkeit der Passanten sicher. Werbung ist schliesslich gut fürs (illegale) Geschäft.

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