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Capoeira – der Kampftanz

Veröffentlicht am 3. Januar 2013 - 21:12h unter Perspektiven

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Ein Sport, ein Kampf, ein Tanz: wer denkt, Capoeira sei leicht zu erlernen, der irrt gewaltig. Perfekte Körperbeherrschung, hohe Konzentration und jede Menge Geduld gehören dazu. Denn es ist mehr als die blosse Abfolge verschiedener Bewegungen. Es ist ein Bündnis zwischen Körper und Seele, dr perfekte Gleichklang im Rhymthmus der Musik.

Untermalt wird das fast immer in einem Kreis – der sogenannten „Roda“ – praktizierte Spektakel vom Klatschen und Singen der Zuschauer, hinzu kommen die „Atabaque“ (Trommel) und das „Berimbau“ (Musikbogen). Diese werden von den erfahrenen Capoeiristas gespielt und es ist eine Ehre, vom „Mestre“ (Meister) dazu ermächtigt zu werden.

Doch bis dahin ist es ein langer Weg, zahlreiche „Cordas“ (Gürtel)sind zunächst zu erreichen. Und dies verlangt kontinuierliches Training und eiserne Disziplin. Heute mag man sich nicht mehr daran erinnern, wie die Sklaven seinerzeit in Brasilien ihr Training für einen möglichen Aufstand als Tanz verkleidet haben. Heute ist es vielerorts eine Chance für Kinder und Jugendliche, Verantwortung zu erlernen. Und nicht vom rechten Weg abzukommen. Nicht nur daram ist Capoeira in Brasilien offiziell ein „kulturelles Erbe“ der ganzen Nation.