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Ananas – Die Naná vom Boden

Veröffentlicht am 20. Januar 2013 - 01:00h unter Perspektiven

Ananas

Naná ist Guaraní, eine Sprache der indigenen Ureinwohner Südamerikas. Sie bezeichnet das uns bekannte Bromeliengewächs Ananas, deren Frucht uns stets einen Einblick in die Exotik tropischen Lebens vermittelt. Während früher die Ananas gerade in Europa vor in Dosen und damit in Scheiben geschnitten zu kaufen war, findet man sie doch heute in jedem gut sortierten Supermarkt als ganze Frucht.

Interessant an der Ananas ist auch, dass sie im Boden wurzelt und sich nicht wie viele andere Bromelienarten an Bäumen des tropischen und subtropischen Regenwaldes festkrallt. Aus den steifen, teilweise mit messerscharfen Spitzen versehen Blättern entwickelt sich zunächst eine Blüte, aus der dann die Frucht erwächst. Ist sie zunächst noch leuchtend rot wie auf dem Bild, erlangt sie mit zunehmender Reife einen satten Grünton. Mit Ende des Lebenszyklus verfärbt sich die Frucht gelblich-braun und wird deutlich weicher. Nun ist sie ein begehrtes Festmahl für die Tiere des Waldes.

Doch die Frucht, die bereits Christoph Kolumbus von Indianern als Begrüßungsgeschenk überreicht bekam, findet man heute nur noch sehr selten verwildert. Längst ist der süsse Leckerbissen kultiviert und wird für den weltweiten Verzehr in großen Plantagen angebaut. Mit über 2 Millionen Tonnen im Jahr war 2010 übrigens Brasilien der größte Produzent, gefolgt von den Philippinen und Costa Rica. Hawaii, durch den gleichnamigen Toast vermeintlicher Ursprungsort der Frucht, liegt dabei nur auf Rang 18.

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