Enttarnt, Gefangen, Umgebracht: das Ende eines Rattenlebens!
Um es kurz zu machen: ich habe meinen nächtlichen Besucher getötet. Das Licht ausgeknipst. Und ich dabei gar nicht wohl gefühlt. Aber freilassen wollte ich die Ratte auch nicht. Zu ekelig fand ich die schmutzigen Beweise in der Dusche!
Nachdem das Miststück nun auch anfing, “Kniddel” in der Küche zu verteilen, habe ich sie heute abend hinter dem Herd entdeckt. Von da flüchtete sie in den “Motorraum” des Kühlschranks, wo ich sie allerdings stellte. Ihr blieb nur die Flucht nach vorn und da schnappte die Falle in Form eines grossen Waschbottichs aus Plastik zu.

Von dort eröffnete ich ihr an einer Treppenstufe die Freiheit in Form eines schmalen Spaltes am Boden. Doch der vermeintliche Fluchttunnel war nur eine abgeschnittene 2 Liter Cola-Flasche, in der sie – nachdem ich die Flasche zugetackert hatte – nun endgültig gefangen war.

Ein Eimer Wasser, ein paar Löcher im Plastik, den Rest kann man sich vorstellen. Es ging schnell und war hoffentlich schmerzlos. Vermutlich war es eine Hausratte (Rattus rattus), aber genau weiss ich es nicht. Mein Exemplar hatte eine Körperlänge von etwa 18cm plus den rund 20cm langen Schwanz. Hier in Brasilien wird sie einfach von der Bevölkerung “rato de esgoto” (Kanalratte) genannt. Wissenschaftlich wäre damit aber eher die Wanderratte (Rattus norvegicus) gemeint.




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Dezember 4th, 2009 at 05:39
Respekt für SOVIEL Mut !!! Wenn wir 1 Ratte haben (und das ist durchschnittlich alle 6 Wochen), dann verteile ich ausreichend giftige Leckerlis und nach einigen Tagen liegen die toten Ratten in der Gegend rum. Dann muss ich nur noch jemanden zum wegräumen finden
Aber eine Plasteflasche zu berühren / anzufassen, wo eine lebende Ratte drin ist? Deus me livre!
Dezember 4th, 2009 at 07:19
wenn ich mir die bilder betrachte bekomme ich gaensehaut. ich hasse hier in brasilien nur zwei sachen—ratten und kakerlaken.
Dezember 4th, 2009 at 22:09
Ratten sind eigentlich auch nur Lebewesen, denn sehr intelligent und Anpassungsfähig und würden nicht so viel Nahrung in die Kanalisation fliesen wären sie auch nicht da. Was gegen dies leiben Tier spricht, sie überragen lebensbedrohte Krankheiten und da geht der Selbstschutz vor.
Beim nächsten Besuch reiner Gips auslegen. Das hat mein Vater mit Erfolg ausprobiert.
Eine Beimengung von Gips im Köder ist eine andere Möglichkeit, die jedoch systematisch und behutsam erfolgen muss. Nur kleine Mengen in Abständen fördern die Aggressivität der Tiere untereinander, was sie zum Verlassen des Aufenthaltsortes bewegen kann.
Ist die beigegebene Gipsmenge zu groß, kann ein einzelnes Tier verenden. Dies veranlasst die verbliebenen keineswegs zum Verlassen des Ortes, sondern sie meiden lediglich den Köder.
Da gibt es auch noch den „Rattenfänger von Hammel“! Hier bei mir springen so ähnliche, Rattenfänger als an der Ampel herum, mit dene könnte man es auch mal probieren!