Brasilien FotoBlog

Zwischenstop in Marechal

Veröffentlicht am 14. Januar 2006 - 00:02h unter Blogarchiv 2005-2012

Nach unserem lockeren Gespräch in der Strandkneipe ging es gesättigt und müde wieder mit dem Bus zurück nach Marechal Cândido Rondon, wo wir knappe 90 Minuten auf den nächsten Bus nach Toledo warten mussten. Eigentlich hatte ich diese Zeit für einen Stadtrundgang eingeplant, aber meine beiden Besucher waren ziemlich müde, wenn nicht sogar Fusskrank! >>

Aber das kann man verstehen, so wie ich sie die letzten Tage durch die Landschaft Paranás gehetzt hatte. Also blieben wir in der Nähe des Busbahnhofes und suchten den Schatten. Aber davon war nicht viel zu finden. Seht euch das nachfolgende Bild an, welches ich von Jürgen am Strand gemacht habe:

Ich habe mich dann kurz aufgemacht und habe die „Micro Cervejeria Haus Bier“ aufgesucht, um mich einmal über das leckere Gebräu zu erkundigen. Hier in Marechal wird direkt das Bier in grossen Edelstahltanks gebraut und gelagert. Ein Biergarten und ein Restaurant sind ebenfalls in dem Objekt, welches am 16. Februar 2005 eröffnet wurde, integriert. Empfohlen hat man mir das Glas Lager-Fassbier (300ml) für 2 R$ (0,80 Euro). Allerdings bietet die Hausbrauerei auch noch dunkles Bier und Bier in anderen Geschmacksrichtungen wie Pfefferminz oder Karamel an. |-| Die Brauerei gibt es seit 1998. Am Anfang wurde im Nordosten Brasiliens gebraut, doch lange Lieferwege in den Süden erschwerten die Einhaltung der Qualität. Somit entschloss man sich, in Paraná zu brauen. Die Eigentümer haben jahrelange Erfahrung in Brauereien gesammelt und arbeiteten bereits bei Brahma und sogar bei Weihenstephan. Das Bier soll auch streng nach dem deutschen Reinheitsgebot gebraut werden, ist aber auch 100% Brasilianisch.

Auch in Toledo gibt es eine Kneipe, die das erfrischende Chopp anbietet. Meinen Gästen empfehle ich immer zum Abschluss der Stadtbesichtigung einen Besuch im Ökopark von Toledo mit anschliessender Einkehr zum Genuss des wohl erfrischensten Gerstensaftes der Region.

Wir allerdings warteten auf den Bus und kamen am Abend müde und abgeschlagen in Toledo an. Durch die grosse Hitze geschwächt, suchte ein jeder schnellstmöglich seine Gefilde auf. Jürgen und Glacir verschwanden im Hotel und ich legte daheim die Füsse hoch. Vorher kauften die beiden jedoch noch die Fahrkarten für den darauffolgenden Abend. Es lag also noch ein Tag vor den beiden. Und auch der hatte es in sich. Doch davon später mehr.