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Vom Mietvertrag und Baumassnahmen (1)

Veröffentlicht am 9. Januar 2007 - 21:03h unter Blogarchiv 2005-2012

Unser Mietvertrag des kleinen Häuschens läuft am 15. Januar aus und eigentlich müsste ich schon lange auf Haus- oder Wohnungssuche sein. Doch ich schob es immer wieder auf und so war auch bis gestern noch nichts geschehen. Kein Gespräch mit dem Hauseigentümer, dem Immobilienfritzen oder sonst wem, der dieser Angelegenheit hätte dienlich sein könnte.

Hinzu kommt, dass Jasmin mit ihrer Mama ein mal wieder ein paar Tage im Krankenhaus verbringen muss, da meine Kleine sich eine Virusinfektion eingefangen hat, die die Lunge angegriffen hat und einen schrecklichen Husten verursacht hat. Und damit es nicht schlimmer wird, sprich Lungenentzündung, hat ihr Arzt sie sofort eingewiesen. Da gab es dann auch wirklich wichtigeres zu tun als sich um ein Häuschen zu kümmern. Aber bevor man sich zu viel Sorgen macht. Richtig ernst ist es zum Glück nicht. Nur stressig!

Und nun hat mich gestern vormittag überraschend der Hausbesitzer angerufen und gefragt, ob er Material vorbeibringen könne. Ich habe natürlich zugestimmt, war aber fest in der Annahme, dass er das Häuschen nun für sich renovieren will. Denn die Immobilienfirma sprach immer davon, dass er es nun selbst nutzen wolle und eine weitere Verlängerung des Vertrages nicht möglich sei. All die Massnahmen, die man uns schon vor einem Jahr versprochen hat, sollten also ein paar Tage vor unserem Auszug beginnen. Klar, dass ich schon ein wenig sauer war.

Als er nun da war, fragte ich ihn, was nun mit dem Haus passiert und er erklärte mir die Details in seinem gewöhnungsbedürftigen schweizerdeutsch, denn er ist Schweiz-Brasilianer. Dann und wann habe ich ins portugiesische gewechselt, weil ich mir das nicht unbedingt antun muss. Und als ich sagte, dass er sich das Häuschen nun ja schön zurecht macht um darin zu wohnen, guckte er ganz erstaunt und erwiderte, dass er nicht hier sondern in einem anderen seiner Häuser nun leben wolle. Ich könnte, wenn ich wollte, gerne hier weiterwohnen.

Da war ich natürlich baff. Weiter hier wohnen zu können ist schon eine gute Sache. Kein Umzug, keine Neuinstallation des Internets (ohne Gewähr, dass es überhaupt an einem neuen Standort funktioniert hätte), kein neuer Kleiderschrank (der jetzige überlebt mit Sicherheit keinen Umzug mehr), etc. … Ausserdem perfekte Busanbindung, Jasmins Kindergarten in der Nähe, Einkaufsmöglichkeiten sind in Minuten zu erreichen, die Schwester wohnt drei Ecken weiter und die Tante zwei Ecken weiter, hier gibt es nette Nachbarn, an die man sich gewöhnt hat … Also punktum, das schöne Leben in der Rua Tarumã 133 ist erstmal wieder für 1 Jahr gesichert.

Und nun wird nun auch noch von Aussen richtig renoviert. Innen war das Haus ja renoviert, alleinig das Dach wurde zwischenzeitlich erneuert. Aber dazu mehr im 2. Teil!