Neue Elektrodusche montiert
Unsere alte Elektrodusche, welche schon bei unserem Einzug vor etwas mehr als 1 1/2 Jahren im Bad montiert war, funktionierte nicht mehr. Zuerst fiel die Einstellung “warm” aus, später war dann auch bei “heiss” nur noch kaltes Wasser zu erwarten. Das Problem liegt irgendwo oben im Schalter, der Heizdraht scheint nämlich noch ganz zu sein. Ich tippe auf ein Kontaktproblem.

Nachdem ich den Duschkopf abmontiert und zerlegt hatte, wollte ich doch nicht das Risiko eingehen und dort an der Elektrik herumwerkeln. Daher habe ich direkt für 25 R$ (ca. 9 Euro) einen kompletten neuen Kopf (127V, 5500W, 50A) gekauft und montiert. Die alte Dusche sah zudem auch nicht mehr allzu schön aus.

Die Leitungen habe ich diesmal mit Lüsterklemmen angeschlossen, da die Kabel mit 10mm² doch schon ziemlich stark sind und natürlich auch heiss werden können. Bei der Demontage der alten Dusche war an einem Kontakt das Isolierband regelrecht verschmort. Die Anschlusskabel kommen als starrer Draht direkt aus der Holzzwischendecke und gehen mit den anderen Kabeln in den Vorgarten an den Zählerkasten mit der einzigen Sicherung für das ganze Haus. Leider ist im Bad kein Erdungskabel vorhanden, so dass dieses Kabel notgedrungen nicht angeschlossen wird. Man sieht es dort verknotet, wo die Schutzhülle der Kabel endet.
Die ganze Aktion hat etwa 15 Minuten gedauert, wenn ich den Kauf mit einrechne, etwa eine halbe Stunde. Jetzt haben wir wieder warmes Wasser, einen besseren Wasserdruck und einen gleichmässigeren Schauer. Da macht das Duschen gleich doppelt Spass, getreu meinem Motto:
Spart Wasser -- duscht zusammen!
P.S.: Bei der neuen Dusche ist die Einstellung “heiss” mit Inverno = “Winter” beschriftet.

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Februar 13th, 2007 at 13:45
Hallo Dietmar!
Wenn Du den Minuspol mit dem Erdungkabel verbindest, hast Du zumindest eine “Bremer Erdung”. Das heißt, dass bei einem Kurzschluss, die Sicherung heraus springt – habe hier auch schon einen neuen Duschkopf montiert. Ebenfalls so angeschlossen!
Gerd
Februar 14th, 2007 at 02:54
Oh Gerd!
Erstens reden wir hier ueber Wechselstrom, also vergiss deinen “Minuspol” mal lieber wieder ganz schnell. Bei Einphasen-Wechselstromsystemen haben wir:
- Phase (der “heisse” Draht, Phasenpruefer leuchtet auf)
- Neutral (der “kalte” Draht, Phasenpruefer bleibt dunkel)
- Schutzleiter (jiddednidd bei Dietmar im Haus, kommt aber aus dem Duschkopf als gelb-gruener Draht raus).
Was du als “Bremer Erdung” bezeichnest, ist normalerweise “Gipsy Wiring” und weil wir es hier bei Dietmar mit einem 115-Volt-Netz zu tun haben, beim Betrieb des Duschkopfes und wegen dessen hoher Stromaufnahme (etwas ueber 40 Ampere) nicht ganz problemlos (so genannte “Onan-Stromschleifen”)!
Die richtige Loesung (habe ich bei mir hier im 230er System eingebaut) ist, sich fuer kleines Geld eine verkupferte Eisenstange zu holen (Durchmesser 0,5 Zoll und 1,5 m lang), die in Hoehe des Badezimmers hinter dem Haus nahe der Hauswand in die Erde zu kloppen und dann dort ueber einen 6 qmm Kupferdraht mit dem Schutzleiteranschluss am Duschkopf direkt zu verbinden. Dieser Draht muss keine 10 Quadrat haben, denn hier werden nur relativ geringe Stroeme abgeleitet, 6 qmm reichen aber trotzdem aus, um bei einem Kurzen, die Sicherung zu “lupfen”.
Leider gehoert Dietmar die Bude ja nicht, sonst haette er das machen koennen, an dem ich gerade dran bin: Aus dem Verteilerkasten des Stromproviders (Kundenseite!) habe ich mir mit einem 10 qmm Kabel (230-V-System) eine Verbindung zum “Neutral”-Anschluss geschaffen. Keine Angst, von dort gehen 25 qmm direkt nach unten zu ebenfalls einem verkupferten Eisenstab vor der Gartenmauer und ausserdem ist hier direkt vor dem Haus ein Verteilermast, an dem der Neutralanschluss von ganz oben am Mast ueber mindestens 36 qmm in die Mast-Erdung fuehrt.
Mein 10 Quadrat geht direkt ins Haus und in einen neuen Verteilerkasten, der demnaechst dann auch einen FI und Einzelsicherungsautomaten fuer die Kreise der einzelnen Raeume aufnehmen wird. Nach und nach wird dann Raum fuer Raum elektrisch beschutzleitert (bisher nur zwei Steckdosen: eine fuer die Waschmaschine und die andere fuer die UPS (oder “nobreki”, wie das hier heisst).
Und auch wenns nur 115 Volt sind (oder wenn die Dusche laeuft wahrscheinlich nur noch 80-90) und wir in Brasilien sind, sollte man hier schon von der “Zigeunerverdrahtung” ein wenig Abstand nehmen!
Gruesse
Hebinho