Brasilien FotoBlog

Karneval in Rio de Janeiro bleibt Touristenmagnet

Veröffentlicht am 27. Februar 2012 - 12:40h unter Blogarchiv 2005-2012

Einmal im Jahr verwandelt sich Brasilien Megametropole Rio de Janeiro gleich für mehrere Wochen in eine rauschende Partymeile. Ob Straßenumzüge, Samba-Paraden und Karnevalsbälle, an allen Ecken und Enden der Stadt wird getanzt und gefeiert, die Nacht zum Tag gemacht. Und dieses Mammutspektakel zieht natürlich auch jede Menge Touristen an.

850.000 Besucher strömten in diesem Jahr zur fünften Jahreszeit in die „Cidade Maravilhosa“, 250.000 davon kamen aus dem Ausland. Diese sollen nach Angaben des Wirtschaftsdezernats der Stand Einnahmen von 400 Millionen Euro generiert haben. Die Tourismusbehörde Riotur geht sogar von bis zu 500 Millionen Euro aus. Am stärksten profitierten dabei dasd Transportwesen (32%), der Gastronomiebereich (29%) und sowie die Veranstaltung und der Einzelhandel (29%).

Und damit wird deutlich, dass keineswegs das meiste Geld in die Hotels der Stadt fließt. Denn trotz anders lautender Gerüchte ist es oftmals gar nicht so schwer, gute Hotels in Rio de Janeiro zu finden, die auch den Geldbeutel nicht übermäßig strapazieren.

Wie der zuständige Hotel- und Gaststättenverband mitteilte, liegt die Auslastung derzeit durchschnittlich bei 80,95 Prozent. Dabei schwanken die Zahlen innerhalb der Stadtteile stark. Während in Botafogo über 93 Prozent Belegung registriert werden, sind es in Copacabana oder im Zentrum 85 Prozent, in den Aussenbezirken jedoch deutlich unter 80 Prozent. Natürlich sind dort die Zimmer deutlich billiger als in den Touristenhochburgen, aber auch dort konnte sowohl bei vorzeitiger Vorausbuchung als auch als Last-Minute-Alternative so manchen Schnäppchen an Land gezogen werden.

Gegenüber den Vorjahren ist zudem ist eine deutliche Zunahme an inländischen Touristen festzustellen, was sich ebenfalls auf die Preise auswirkt. Denn lediglich ein Drittel aller Reservierungen wurde im Ausland getätigt, so dass die Hoteliers gerade dort versuchten, noch freie Zimmer offensiver zu vermarkten, um die Auswirkungen der weltweiten Finanzkrise zu kompensieren. Denn diese lasse gemeinsam mit dem starken Wirtschaftswachstum in Brasilien den nationalen Tourismus überproportional ansteigen, hatte der Hotelsektor bereits Anfang Februar verlauten lassen.

Foto: Luiz Ferreira / IAPF