Brasilien FotoBlog

Ein sandiger Bericht

Veröffentlicht am 12. Januar 2006 - 14:02h unter Blogarchiv 2005-2012

Um es vorweg zu nehmen: Es war heiss, sandig, einfach schön. Das Wasser hatte die angenehme Temperatur von frisch aufgebrühtem Tee. Na gut, so heiss war das Wasser vielleicht dann doch nicht, aber so um die 28 – 30 Grad waren es auf jeden Fall. Und da ein heisser, aber kräftiger Wind blies, hatten wir sogar kleine Wellen. Im Schatten war es etwa 35 Grad heiss, in der Sonne weit über 50 Grad.


Der Strand war menschenleer, da die unglaubliche Hitze jeden vernünftigen Menschen davon abhielt, sich in die Sonne zu begeben. Aber sind wir vernünftig? Natürlich nicht, also ab ins Wasser! Nach einer halben Stunden sind wir dann verschrumpelt und nicht wirklich abgekühlt wieder hinaus. Aber man hätte es dort stundenlang aushalten können. Natürlich haben wir uns einen Sonnenbrand zugezogen. Meinen Kopf hatte ich zwar wieder mit meinem „Piratentuch“ geschützt, aber die Schultern und Nacken mussten trotzdem dran glauben.


Der Strand von Porto Mendes ist eigentlich nur am Wochenende richtig voll. Unter der Woche ist der Campingplatz vielleicht zu einem Drittel belegt. Ein Zeltplatz kostet dort 10 R$ (4 Euro) am Tag, ein Wohnmobil das Doppelte. Man hat überall Grill- und Waschmöglickeiten. Sogar Strom ist vorhanden, denn viele Langzeitcamper bringen gleich ihren Kühlschrank mit. Der Strom dafür wird extra berechnet.


Porto Mendes ist am Lago Itaipu das Mekka der Angler. Ganzjährig kommen sie aus ganz Paraná und São Paulo, um dort zu ihren „grossen Fang“ zu machen. Hier können die Boote bequem ins Wasser gelassen werden, der Campingplatz ist direkt angeschlossen und auch viele Häuschen sind in unmittelbarer Nähe preisgünstig zu mieten. So ein „Chalet“ kostet für 4 Personen 60 R$ (23 R$) pro Tag, für 8 Personen 80 R$ (30 R$). Man muss sie im Voraus buchen, da sie sehr begehrt sind. Ansonsten ist in dem kleinen Ort, der ja zur Gemeinde Marechal Cândido Rondon gehört, wenig los. Er liegt etwa 30 Kilometer vom Zentrum entfernt uns ist mit einem Linienbus für 4,80 R$ (1,80 Euro) bequem innerhalb von 40 Minuten zu erreichen. Nach Marechal kamen wir ebenfalls mit einem Bus, der ziemlich voll war, für 3,30 R$ (1,30 Euro). Die etwa 60 Kilometer lange Strecke bewältigt er in etwa 70 Minuten. Die Fahrt ist alleine schon wegen der wunderschönen Landschaft ein Genuss.

So war es ein toller Ausflug an den Lago Itaipu mit einer winzigen Erfrischung. Denn dort musste man wahrlich seinen eigenen Schatten suchen. Mehr davon und über leckeres Lager-Bier erfahrt ihr in einem der nächsten Berichte von der Costa Oeste – der Sonnenstrasse Paranás.