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Doppelschicht 2007: viel Arbeit, wenig Weihnachten für Vilma

Veröffentlicht am 23. Dezember 2007 - 11:25h unter Blogarchiv 2005-2012

Ohje, welch‘ ein Weihnachtsfest kommt dieses Jahr auf uns zu. Alles hat sich im letzten Moment verschoben, alle Planungen wurden über den Haufen geworfen und letztendlich haben wir nun alles auf Silvester verschoben. Aber der Reihe nach:

Hier in Brasilien findet die Bescherung nicht am 24.12. Abends sondern erst um Mitternacht statt. Daher gibt es der Tradition nach die sogenannte „Vesper“ in den späten Abendstunden und danach werden die Geschenke verteilt. In diesem Jahr sollte die Treffen hier bei uns im Haus stattfinden, leckere Dinge wurden eingekauft, Übernachtungsmöglichkeiten ausgelotet, etc.

Entgegen den letzten zwei Jahren hat der Arbeitgeber zugesichert, dieses Jahr Aushilfen einzustellen. Da um Weihnachten und Silvester herum Hauptreisezeit ist und meine Frau ja bei einer Busgesellschaft arbeitet, wäre dies eine extreme Entlastung gewesen. Doch abermals ist nichts passiert. Meine Frau Vilma und ihre Kollegen dürfen daher nun seit gestern (22.12.) bis zum 03. Januar 2008 Doppelschicht fahren. Arbeitsbeginn: 7 Uhr morgens, Arbeitsende 22.30 Uhr. Sie sind natürlich alle stocksauer und meine Frau wird sich jetzt schleunigst etwas anderes suchen. So kann man auch Mitarbeiter vergraulen.

Hinzu kommt, dass eine ihrer Schwestern mit Familie erst an Silvester kommt und nicht schon heute, da mal wieder Geld fehlt und sie nächste Woche noch ein paar Tage arbeitet. Daraufhin hat Vilmas Mutter nach drei Jahren endlich zugesagt, mit dem jüngsten Sohn bei dessen Vater zu feiern. Die beiden sind auch nach wie vor sehr eng befreundet. Die andere Schwester hat nun gar keinen Plan, was zu machen ist und will daheim bleiben. Vilma kommt erst gegen 23 Uhr und ist danach fix und alle, so dass die grosse Feierlaune auch nicht angesagt ist.

Sprich, an Heiligabend werde ich mit Jasmin am Abend die Schwester besuchen und dann daheim ein leckeres Essen vorbereiten. Es gibt Rinderfilet in Pfeffersosse mit Kartoffelplätzchen oder so. Dann werden wir es uns zu Dritt gemütlich machen. Vielleicht kann ich ja die die Schwester doch noch überzeugen, die Couch zu verlassen.

Am 25. Dezember ist dann für Jasmin und mich grosse Party, fettes Grillen und natürlich auch eiskaltes Bier, resp. Cola angesagt. Dann feiern wir wie gewohnt bei Vilmas Tante und Onkel, Vilma kann wie oben bereits erwähnt diesmal wieder nicht mit dabei sein. Das ist schon echt traurig.

Der 26. Dezember ist hier kein Feiertag mehr, der Alltag kehrt in Brasilien zurück, die Geschäfte haben offen, die Woche nimmt seinen normalen Lauf. Da könnte es sogar sein, dass Vilma an 1-2 Tagen nur „normal“ arbeiten muss, sprich bis 15:30 Uhr.

Silvester soll dann hier die grosse Party steigen und dann wird meine Frau gegen 23 Uhr zu uns stossen. Allerdings muss sie um 5:30 Uhr wieder raus, aber zumindest können wir das neue Jahr alle gemeinsam begrüssen. Und ich hoffe wirklich, dass dies das letzte Jahr ist, wo wir nur „eingeschränkt“ feiern können.