Brasilien FotoBlog

Der Weihnachtssonntag

Veröffentlicht am 26. Dezember 2005 - 01:12h unter Blogarchiv 2005-2012

So, irgendwie ist dieser Tag auch an mir vorübergegangen. Ich bin es nicht unbedingt so gewohnt, mich 12 Stunden mehr oder minder Nonstop mit dem kleinen Racker zu beschäftigen. Aber es hat ziemlich viel Spaß gemacht. Wir haben viel gespielt, gelacht, Fernsehen geguckt und die Mama üerhaupt nicht vermisst. Naja, wenigstens zeitweise.

Nachmittags wollte mein Schnuckel nicht schlafen, also habe ich sie eben gegen 20.30 h ins Bettchen gebracht. Ich bezweifele zwar, dass sie durchschläft bis die Mama kommt, aber man soll ja bekanntlich die Hoffnung nicht aufgeben.

Heute mittag war es mal wieder typisch für Brasilien. Gestern hiess es noch, bei der Oma gibt es kein Mittagessen heute, da sie auf den Tanz geht. So habe ich angefangen zu kochen. Und mittendrin, das Fleisch war schon im Topf und ich konnte dies unmöglich unterbrechen, stand mein Schwager auf einmal vor der Tür und wollte mich zum Essen bei der Oma abholen. Da musste ich leider absagen.

So habe ich fertig gekocht, zwischendurch Jasmin noch gefüttert und wollte mir gerade meinen Teller vollhäufen, da steht mein Nachbar am Zaun. Er hätte gegrillt und ich solle essen kommen. Mit Rücksicht auf Jasmin habe ich dann ebenfalls abgelehnt, was zur Folge hatte, dass er ganze zwei Minuten später mit drei Sorten Fleisch und zwei verschiedenen Salaten wieder am Zaun stand.

Nun denn, habe ich also das leckere Gegrillte gegessen (nur zur Hälfte, es war viel zu viel) und mein gekochtes Essen wurde komplett erst einmal dem Kühlschrank übergeben.

So ist das! Da kocht man einmal, und ich koche wirklich selten (aber gut), dann kommen sie und überhäufen einen mit Leckereien. Und wenn ich zu faul bin und daher freiwillig hungere, dann kommt niemand. Verkehrte Welt!

Nun freue ich mich darauf, dass mein Schatz so in 2 1/2 bis 3 Stunden nach Hause kommt und ich ihr erzählen darf, was ich heute so erlebt habe. Und glaubt mir, es war wider erwarten überhaupt nicht langweilig.

Nachtrag: Und jetzt um viertel vor zwölf kam mein Liebling von der Arbeit und hat mir einen Hamburger mitgebracht. Den habe ich jetzt schnell gegessen. Das restliche Essen ruht selig im Kühlschrank. Meine Frau hat auch keinen Hunger mehr. Also gibts das alles morgen.

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