Brasilien FotoBlog

CTPS

Veröffentlicht am 7. Dezember 2005 - 19:50h unter Blogarchiv 2005-2012

Carteira de Trabalho e Previdência Social nennt sich das gleiche Büchlein, welches ich seit gestern in den Händen halte. Es ist das sogenannte „Arbeitsbuch“, ohne welches man keine Arbeitsstelle antreten darf. Es ist also auch für mich als Ausländer der Nachweis, dass ich eine Arbeit hier aufnehmen darf. Man kann es prinzipiell mit dem deutschen Sozialversicherungsausweis vergleichen. Nur das in dem CTPS neben dem Foto sich noch der Daumenabdruck auf der ersten Seite befindet. Deweiteren werden in dem Buch auch alle Beschäftigungsverhältnisse eingetragen. Mein Büchlein ist grün, die Brasilianer haben ein Blaues. Irgendwie sieht es aus wie ein Pass. Gültig ist es übrigens nur so lange wie meine derzeit noch befristete Aufenthaltsgenehmigung. Wenn ich diese Ende Januar verlängere, verlängere ich auch gleich die Arbeitserlaubnis. Beides geht jedoch vollkommen unproblematisch und schnell. Nur muss ich dafür wieder ins 130km entfernte Foz do Iguaçu fahren.

Mehr kann ich eigentlich darüber nicht berichten, nur dass es nicht einfach ist, es zu bekommen, obwohl es nichts kostet. Ausschlaggebend ist vor allem die Aufenhaltsgenehmigung. Wenn diese auf dem Weg ist, dann braucht man nur ein paar Dokumente beglaubigen zu lassen und das wars. Auch nach Brasilien entsendete Mitarbeiter deutscher Firma erlangen es ohne Probleme, deren Ehefrauen zum Beispiel nicht.

Nun kann ich mich mit dem Arbeitsbuch, meiner Steuerkarte (CPF), meinen Dokumenten zur Aufenthaltsgenehmigung und meinem Wohnsitznachweis auf den Weg zur örtlichen staatlichen Arbeitsvermittlungsagentur machen und mich registrieren lassen. Nur so habe ich die Möglichkeit, an interessante Firmen heranzutreten, denn regionale Stellenangebote in Tageszeitungen oder im Internet sind hier eher Mangelware.