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Chuchu – der unbekannte Kürbis

Veröffentlicht am 27. Oktober 2005 - 22:08h unter Blogarchiv 2005-2012

Nein, ich schreibe heute keinen Beitrag über die Eulen von Harry Potter. Ich schreibe etwas über Chayote. Kennt ihr nicht? Kannte ich auch nicht!

Chayote ist angeblich der deutsche Ausdruck für Chuchu! Klasse. Bringt uns auch nicht weiter. Daher habe ich mal im Web nachgeschlagen und folgendes gefunden:

Chayoten sind die Früchte eines ausdauernden, rauhaarigen, mit langen Ranken kletternden Kürbisgewächses. Die reife Frucht ist in Form und Größe einer schlanken Birne ähnlich. Die dünne Schale ist grün bis gelblich gefärbt, wellig und weich bestachelt. Das Fruchtfleisch ist weiß oder grünlich und von neutralem, gurkenähnlichem Geschmack. Die Chayote besitzt einen einzigen Kern, der zwar genießbar ist, meist jedoch nicht mitgegessen wird.

Chayoten stammen aus den Bergen Mexikos, Mittelamerikas und Brasiliens. Schon bei den Azteken waren sie als alltägliches Gemüse beliebt. Heute werden sie hauptsächlich in Westindien, Mittelamerika, Westafrika und im Mittelmeerraum angebaut. Importe dieser Früchte erreichen uns vorwiegend aus Brasilien (März bis Juni) sowie aus Costa Rica und Kenia (April bis Dezember).

Chayoten sind äußerst kalorienarm. Neben den Mineralstoffen Kalium, Calcium und Eisen enthalten sie Kohlenhydrate, Eiweiß, Provitamin A und Vitamin C.

Jetzt sind wir schon mal ein bisschen schlauer. Aber wie sieht sowas eigentlich aus. Daher hier ein Bild:

Chayote

Also ich persönlich mag Chuchu sehr gerne. Man schält sie, würfelt sie oder schneidet sie in Scheiben und kocht sie. Erinnert mich persönlich sehr stark an Kohlrabi und den habe ich schon immer gemocht. Es ist ein leichtes Gemüse, dass eigentlich zu allem passt. Als Beilage, oder in der Gemüsesuppe, immer wieder lecker.

Und da hatte ich doch letztens eine Frucht, die am dickeren Ende einen kleinen Knubbel hatte. Ups, dachte ich mir, die keimt … Wir schnitten also die untere Hälfte ab, um sie noch in unserem Mittagessen unterzubringen. Die andere Hälfte steckte ich einfach in den Boden, so dass sie nur mit ein paar Millimeter Erde bedeckt war. Meine Frau sagte mir, dass Chuchu an Mauern oder Bäumen rankenartig hochwächst. Also war der ideale Ort mein Ameixa-Baum und steckte noch ein Stöckchen als Wegbereiter hinzu.

Ich bin gespannt, wie sich das entwickelt. Vielleicht kann ich ja irgendwann meine eigene Ernte einfahren. Bis daher werde ich sie weiter kaufen! Sie sind einfach zu lecker!

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