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Bankerträume: Wenn Fussball Kulturen vereint

Veröffentlicht am 13. Februar 2010 - 20:16h unter Blogarchiv 2005-2012

Die brasilianische Bank Itaú (gesprochen Ita-u) hat einen grandiosen Traum: Fussball möge das Allheilmittel zur Beilegung der grössten kulturellen Differenzen sein. In dem pathetischen Werbespot befinden wir uns auf einem Markt irgendwo im nahen Osten, bei dem auf der einen Seite jüdische und auf der anderen Seite arabische Händler ihre Waren aufgebaut haben. Ein jüdischer Junge (vom Sprecher Jakob genannt) im Trikot der Seleção, der brasilianischen Fussball-Nationalmannschaft, spielt mit einem Fussball und tritt das Leder versehentlich über die Strasse, so dass ein Sack Getreide eines arabischen Händlers umfällt. Alle sind entsetzt, doch ein dort stehender arabischer Junge (vom Sprecher Jamal genannt) hat auch ein kanariengelbes Trikot an und spielt den Ball dann zurück.

Wenn sich die Kinder verstehen, dann freuen sich auch die Erwachsenen und der umgefallene Sack ist nicht mehr wichtig. Vielmehr winken sich die Menschen, die sich am Anfang des Spots gar nicht gegenseitig registriert hatten, plötzlich zu. Unnötig zu erwähnen, dass das Finanzinstitut die brasilianische Fussball-Nationalmannschaft sponsert und das bekanntermassen in diesem Jahr die WM in Afrika stattfindet. Es ist also mehr ein feuchter als ein grandioser Bankertraum!

Hier eine freie Übersetzung des Spechertextes:
Das ist Jamal und das ist Jakob! Sie sind getrennt durch Gründe, die entstanden, lange bevor sie geboren waren. Aber sie sind verbunden durch die gleiche Leidenschaft. Itaú, Sponsor der brasilianischen Fussball-Nationalmannschaft. Weil wir daran glauben, dass unser Fussball Menschen näher zusammenbringt.

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