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Ausflug ins Pantanal: der Jabiru-Storch

Veröffentlicht am 18. Mai 2011 - 14:18h unter Blogarchiv 2005-2012

Vor einigen Wochen waren meine Eltern hier in Brasilien bei mir zu Besuch. Aufgrund der relativen räumlichen Nähe haben wir dabei auch den Pantanal besucht. Das gewaltige Schwemmland im Westen Brasilien besticht durch seine reichhaltige Flora und Fauna. Während die Millionen Moskitos eher lästig waren, gab es jedoch auch allerhand Interessantes zu entdecken. So fühlte sich ein Jabiru-Storch in der Umgebung unserer Fazenda in der Nähe von Miranda im Bundesstaat Mato Grosso do Sul richtig wohl und stolzierte majestätisch durch das hohe Gras.

Natürlich liess er uns dabei nicht aus den Augen. Denn als wir bei unserem Spaziergang immer näher kamen, versuchte er zunächst mit schnelleren Schritten die Distanz beizubehalten. Letztendlich jedoch breitete er seine gewaltigen Schwingen aus und suchte in der Luft das Weite. Aber auch dies war ein imposanter Anblick, der mir glücklicherweise gelang, mit einem Foto festzuhalten.

Der Jabiru mycteria ist die einzige Art seiner Gattung und kommt von Mexiko bis Argentinien vor. Er ist das Wahrzeichen des Pantanal und wird dort Tuiuiú genannt. Er kann bis zu 1,40 m groß werden, seine Flügelspannweite beträgt etwa 2,60 m, der Schnabel ist bis zu 30 cm lang. Er hat ein überwiegend weißes Gefieder, Hals, Kopf und Schnabel sind schwarz. Zwischen dem weissen Körper und dem schwarzen Hals befindet sich noch ein auffallend roter Ring. Er ernährt hauptsächlich von Fisch, Weichtieren und Amphibien, so dass abertausende Tümpel im Pantanal ihm einen reich gedeckten Tisch bieten.