
Portugiesische Polizei dringt in brasilianisches Konsulat in Lissabon ein
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Das Generalkonsulat von Brasilien in der portugiesischen Hauptstadt Lissabon (Foto: Wikimedia)
Der Vorfall löste jedoch heftige Proteste seitens des “Casa do Brasil de Lisboa” aus, einem privaten Verein der in Portugal lebenden Brasilianer. Diese veröffentlichte ebenfalls eine Stellungnahme und bestätigte das Eindringen der Beamten. Zudem sei ein Jugendlicher am Eingang des Gebäudes vorübergehend festgenommen worden, da er keine Papiere bei sich hatte. Diese befanden bei der Mutter, welche sich im Wartesaal des Konsulats aufhielt. Danach postierten sich die Beamten innerhalb des Gebäudes demonstrativ vor der Eingangstür der Botschaft. Ein Beamter war laut “Casa do Brasil” mit einer Pump-Gun bewaffnet.
Erst als der Konsul intervenierte, hätten die Beamten das Haus verlassen, so die Stellungnahme des Vereins, welcher nun von der Polizei eine klare Begründung für das Vorgehen fordert. Die Polizei dürfe nicht in das Konsulat eindringen ohne vorher die entsprechenden brasilianischen Behörden zu informieren. Dies sie nachweislich nicht der Fall gewesen. Auch erwartet der Verein nun eine entsprechende Protestnote seitens der brasilianischen Regierung bezüglich der “Invasion von brasilianischem Territorium”.
Nachtrag:
Inzwischen liegt eine offizielle Stellungnahme des brasilianischen Aussenministeriums vor. Danach hat es keine Verletzung des konsularischen Bereiches gegeben, allerdings habe sich die Polizei an der Tür postiert und dadurch den Protest des dortigen Botschafters, Paes Barreto, provoziert. “Bewaffnete Polizei an der Tür eines Konsulats ist kein adäquates Mittel und kann unerwünschte Resultate auslösen” verlautete es aus dem Itamaraty-Palast in Brasília. Das portugiesische Innenministerium hat mittlerweile sein Bedauern über den Vorfall ausgedrückt und versichert, dass sich ein solcher nicht wiederholen wird.




























