
Bruno e Marrone in Toledo: Viel Platz und Hall für 90 Minuten
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Eigentlich wollte ich bereits am Wochenende darüber berichten, doch der Schock um die Erkrankung von Neto aus Bahia hat dies ganze verzögert. Doch die Vergangenheit läuft ja einem nicht allzu schnell davon.

Blick durch die Halle vor der Show - rechts der Getränkestand, im Hintergrund die Logen für betuchte Besucher
Natürlich sollte man bedenken, dass Brasilien gross ist. Dass die Menschen nicht wie in Deutschland längere Anfahrtsstrecken in Kauf nehmen und man daher nur die Leute aus der Region erreicht. 180 Auftritte im Jahr hinterlassen aber auch ihre Wunden bei den Künstlern, eine Show kann da leicht zur Massenware werden.
Kurzum, die Show hat uns nicht begeistert. Vielleicht muss man aber auch ein echter, wahrer Fan sein und in der ersten Reihe stehen - mitsingen, mitklatschen, die Arme in die Höhe strecken. Wir jedoch waren im mittleren Teil der grossen Halle, dort wo der Getränkeverkauf boomte und wo Platz zum Stehen war. Denn Stühle gab es natürlich kaum, nur am Schnellimbiss und dort hatte Vilma sich zum Schluss einen geklaut.

Blick auf die Bühne aus halbrechter Position in der Mitte der Halle
Leider war die Halle eben nicht gut gefüllt, nur die vordere Hälfte war mit Menschen bevölkert, so dass die Akkustik im hinteren Teil extrem schlecht war und sehr nachhallte. Auch dies senkte den Partyspass. Und nicht zuletzt hatte das alles auch einen Geruch von Ausverkauf. Es gab einen kleinen Stand mit “offiziellen Produkten”, wo z.B. die offizielle CD für 10 R$ und die DVD für 20 R$ angeboten wurde - weitaus preiswerter als in jedem Laden.

Während der Show: gähnende Leere und Festbeleuchtung hinter uns - und jede Menge Hall
Der Eintritt kostete auf der “Pista”, dem “Innenraum” 15 R$ (ca. 5.80 Euro) plus 1 Kilo nicht verderbliche Lebensmittel. Diese wurden schon in der Warteschlange abgegriffen und gegen Coupons gewechselt, die man dann am Eingang ebenfalls mit abgeben musste. Wer kein Reis, Zucker, Bohnen, etc. dabei hatte, konnte die Coupons allerdings auch für 2 R$ die Absolution erkaufen. Die Lebensmittel gehen nun an arme Familien in der Region, das Geld wird ebenfalls für den Kauf von Lebensmitteln eingesetzt.

Getränkemarken auf brasilianisch - zur 3 R$ das Stück
Ein netter Abend, bei denen man ein paar Bekannte wiedertraf und schwätzen konnte, aber ob ich mir so ein Konzert in dieser Form nochmal antue, wage ich zu bezweifeln. Wieviele übrigens das Event besucht haben, konnte ich nicht in Erfahrung bringen. Ich schätze aber, dass es nicht mehr als ein paar Tausend waren.
[Die bescheidene Qualität der Fotos bitte ich zu entschuldigen, ich hatte nur mein Handy dabei.]




























