
AmiGOs und Favelinha starten Hilfsprojekt in Rio de Janeiro
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Rio de Janeiro - die Millionenmetropole unter dem Zuckerhut - ist mitunter berüchtigt für seine vielen Favelas. Meist sind diese jenseits jeglicher staatlichen Autorität in der Hand der Drogenmafia, die dort einen blutigen Krieg mit der Polizei führt. Dadurch werden vor allem die Kinder in diesen Favelas von staatlicher Seite vernachlässigt. Kindergärten und Betreuungsstätten fehlen meist gänzlich. Wie in der Favela “Pereira da Silva” in Laranjeras. Einziger Unterschied ist hier, dass seit mehreren Jahren diese eher kleinere Favela von den Drogengangs “gesäubert” wurde und somit Ordnung und Sicherheit unter Polizeipräsenz hergestellt wurde. Doch die notwendigen Investitionen der Stadtverwaltung blieben aus.
Im Jahr 2005 wurde dort dann dort ein kleines Hotel unter deutsch-brasilianischer Leitung eröffnet, die Pousada Favelinha. Nie zuvor konnte man seinen Urlaub in einer (sicheren) Favela geniessen, mit einem herrlichen Ausblick über ganz Rio de Janeiro. Doch die Betreiber, Holger und Andreia wollen mehr. Sie wollen den Kindern dieser Favela eine Zukunft ermöglichen und suchten einen Partner zur Errichtung eines Kulturzentrums. Dieses “Casa da Cultura” soll für Kleinkinder genauso offen stehen wie für Jugendliche.
Ein Partner wurde schnell gefunden. “AmiGos - Wir für die Kinder der EINEN Welt” unterstützt nun tatkräftig dieses ehrgeizige Projekt. Der Verein mit Sitz in Deutschland und Mitarbeitern vor Ort sieht wie Holger und Andreia die Notwendigkeit, etwas für die Zukunft der Schwächsten in der Gesellschaft zu unternehmen. Und nun geht es voran in Rio de Janeiro. Ein Grundstück ist inzwischen vorhanden, die Bauarbeiten beginnen. Noch viel Müll und Schutt gilt es abzutransportieren, es gilt Mauern einer alten Polizeistation abzureissen und ein solides Fundament für die Begegnungsstätte von Kindern und Jugendlichen zu schaffen.
Eine Sache, die mit viel Engangement dere Beteiligten und reger Mithilfe der Favela-Bewohner geschieht. Doch so etwas ist in einem Armenviertel nicht von heute auf morgen zu bewerkstelligen. Daher sind die Initiatoren auch auf Spenden angewiesen, denn nicht alle Baumassnahmen können in Eigenregie durchgeführt werden. Und Eile ist geboten. Denn noch immer steigt die Kriminalität in der riesigen Stadt und demonstriert damit, wie wichtig es ist, die Kinder von der Strasse zu holen und sie nicht in Kontakt mit Gewalt, Drogen oder Prostitution kommen zu lassen.
Schirmherr des Projektes ist übrigens Helge Schneider!!! Und wie auf der Webseite nachzulesen ist, gehen alle Spenden zu 100% in das Projekt und werden nicht für verwaltungstechnische Zwecke verwendet. Eine Mitgliedschaft ist ab 5 Euro im Monat möglich.
Nähere Informationen hierzu findet man hier:
AmiGos - Wir für die Kinder der EINEN Welt
“Casa da Cultura” auf der Homepage der “Pousada Favelinha”




































es ist schon echt beschämend das ich als alter/neuer mülheimer diesen verein nicht kenne. auch kennt kein brasilianer aus unserem näheren umfeld (und das sind einige) diesen verein.
das ist noch beschämender bzw. bezeichnend!