
Zu grünen Ufern in Brasiliens Süden (2)
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Der “Mata Ciliar” ist natürlicher Teil des “Mata Atlântica”. Und dieser bedeckte noch im Jahre 1890 mehr als 98% den Bundesstaat Paraná. Zum besseren Verständnis der Situation für das gesamte Brasilien hier Auszüge aus dem Wikipedia:
Der “Mata Atlântica” ist eine Vegetationsform in Brasilien. Der “atlantische Regenwald” erstreckte sich über die gesamte Ostküste Brasiliens von Rio Grande do Norte bis Rio Grande do Sul, aber auch ins Innere bis Goiás und Mato Grosso do Sul, im Süden reichte er bis nach Argentinien und Paraguay.
Durch die Abholzung, besonders im 20. Jahrhundert, wurde die Fläche extrem reduziert, heute ist er einer der am meisten bedrohten tropischen Wälder. Die Biodiversität ist eine der höchsten der Welt, obwohl nur noch unzusammenhängende Reste existieren. Der “Mata Atlântica” bedeckte nicht nur die oft schmalen Küstenebenen sondern insbesondere auch die steilen Abhänge des brasilianischen Hochlandes, so entstanden auf kleinstem Raum große Unterschiede in Vegetation und Tierwelt. Heute sind die steilen Abhänge die am besten erhaltenen Abschnitte des Waldes, sogar in der Nähe von Großstädten wie São Paulo oder Rio de Janeiro. 1993 wurde der “Mata Atlântica” in 14 Bundesstaaten Brasiliens zum UNESCO Biosphärenreservat erklärt.
17 Bundesstaaten waren mehr oder weniger von dem “Mata Atlântica” bedeckt. Insgesamt waren es etwa 1.290.000 km², 15% der Fläche Brasiliens, 1% ist übrig geblieben. Von 95.000 km², die übrig geblieben sind, sind 75% stark gefährdet.
(Quelle: Wikipedia)
Nachfolgend ein paar Grafiken, die die Zerstörung verdeutlichen:

Gelbe Fläche = früherer Waldbestand / grüne Fläche = heutiger Waldbestand

Die Abholzung in den letzten 150 Jahren hier in Paraná
Im Jahr 2000 lag der Waldbestand nur noch bei 7.59%

Der “Mata Atlântica” heute in Paraná im Detail (Mausklick vergrössert das Bild)
Ich denke, die Grafiken sprechen für sich.
Doch was hat das alles mit den grünen Ufern zu tun? Nun, oftmals wurde der “Mata Atlântica” bis an die Ufer gerodet, um Zugang zu dem kostbaren Nass zu erlangen. Und dieses wichtige Binom als Lebensraum für Tiere, Vögel und Fische wurde auch fast vollständig zerstört. Wäre ja nicht so tragisch, wenn es nur ein paar Flüsse geben würde. Doch sieht man sich nachfolgende Grafik an, in denen die kleinsten Bäche nicht mit eingezeichnet sind, dann erkennt man, dass nun viele Ufer wieder zu bewalden sind.

Somit ist dieses gigantische Wiederaufforstungsprojekt eine wahrhafte Herausforderung, die nur mit Hilfe aller zu bewältigen ist. Was passiert, wenn der “Mata Ciliar” die Ufer nicht mehr begrünt und was Regierung, die einzelnen Gemeinden, die Baumschulen und private Sponsoren inzwischen dagegen unternommen haben, erzähle ich im letzten Teil.



































It’s a shame and a pitty not only for us brazilians but for the whole world.
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Regards,
Cris