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Wichtige Nachrichten aus Brasilien

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  • Uwe B. und sein Nervenflug mit VARIG

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    Veröffentlicht: 9. August 2006 um 21:17h | Aktualisiert: 6. April 2007 um 17:40h
    Abgelegt unter: Politik & Wirtschaft, Südamerika, Tourismus | Gelesen: 1189 · heute: 2

    Heute habe ich mit einem Bekannten - nennen wir ihn Uwe B. - telefoniert, der am Sonntag mit einem VARIG-Ticket von Frankfurt über São Paulo nach Asunción in Paraguay zurück geflogen ist. Das Ticket hatte er - weil billiger als andere Airlines - vor einem Monat noch im VARIG-Büro hier in Asunción gebucht.

    Am Sonntag abend kam er zum Frankfurter Flughafen und wollte einchecken. Daraufhin sagte man ihm, dass er einen Warteplatz hätte, da knapp 130 Fluggäste, die für den Vortag gebucht wären und keinen Platz ergattern konnten, heute Vorrang hätten. Er könne eventuell erst morgen oder übermorgen fliegen. Daraufhin rief er einen Freund bei der Lufthansa an, der ihm mitteilte, dass LH in Bezug auf Brasilien auch einen “Rückstand” von knapp 100 Passagieren hätte. Uwe B. lies nicht locker. Nach vielen Telefonaten, Gesprächen, Drohungen usw. bekam er dann doch noch glücklicherweise einen Platz in der VARIG-Maschine. Es hätte ihn aber - so erzählte er es mir am Telefon - einiges an Nerven gekostet.

    Der Flug selbst dann war okay. Gegen 5 Uhr am Montag morgen kam Uwe B. in São Paulo an, wo man im allerdings erklärte, dass der gebuchte TAM-Flug von São Paulo nach Asunción ungültig wäre, da TAM keine VARIG-Tickets mehr akzeptieren würde. Er müsse sich einen neuen Flug kaufen, der etwa 250 U$-Dollar kosten würde. VARIG fliegt bekanntermassen ja schon seit Wochen die paraguayische Hauptstadt nicht mehr an.

    Dies bestätigte mir inzwischen auch eine VARIG-Mitarbeiterin im noch existenten VARIG-Büro in Asuncíon. Eine andere Bekannte, die noch einen Rückflug von Spanien nach Paraguay offen hat, kann dort nur noch bis São Paulo gebucht werden. Der Rest - der damals allerdings ja mit bezahlt wurde - geht nun auf eigene Kosten.

    Und dies dann jedoch am TAM-Schalter ausserhalb des Transit-Bereiches des Flughafens in São Paulo. Was bedeutet, nach Brasilien einzureisen. Uwe B. tat dies dann auch. Allerdings hatte er dann erstmal die Passkontrolle vor sich. Fazit: 75 Minuten in der Schlange stehen. Ein Prozedere, was für Weiterreisende nach Paraguay normalerweise nicht anfällt.

    Endlich im öffentlichen Bereich, bekam er nach weiteren ermüdenden Gesprächen einen Flug mit GOL nach Asunción. Allerdings erst um 23 Uhr am Montag abend, Ankunft in der paraguayischen Hauptstadt durch die Zeitverschiebung gegen Mitternacht. Denn die Low-Cost-Airline GOL akzeptiert anscheinend noch die VARIG-Tickets. Alternativ besass man die Frechheit, ihn ein Ticket für den nachmittag in die Grenzstadt Foz do Iguaçu anzubieten, und ihm die Weiterreise ins 350 km entfernte Asunción mit dem Bus zu empfehlen. Der Zeitverlust wäre derselbe gewesen.

    Fazit: Fast ein Tag Wartezeit in Frankfurt, danach 16 Stunden Wartezeit in São Paulo, mit 12 Stunden Verspätung letztendlich am Ziel angekommen: Uwe B. hat wirklich noch richtiges Glück gehabt. Viele Reisende mit einem Ticket der seit Mitte letzten Jahres in Konkurs gegangenen Airline können da ganz andere Geschichten mit tagelangem Übernachten in wildfremden Städten und Flughäfen erzählen. Von den zusätzlichen finanziellen Aufwendungen ganz zu schweigen.

    Eine Normalisierung scheint allerdings langsam in Sicht zu sein. Wir reden nun nur noch von maximal 1-2 Tagen Verzögerung, nicht mehr von bis zu 2 Wochen. Die Rückstände belaufen sich nun europaweit nur noch auf 500 Reisende, nicht mehr auf 20.000. Doch sollte man sich trotzdem derzeit kein VARIG-Ticket kaufen. Auch wenns billiger ist. Denn bis alles wieder ganz regulär läuft, wird gewiss noch einige Zeit vergehen.

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  • Ein Kommentar
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    1. Hm, ich glaub ich ersteh mir noch zwei drei dieser VARIG-Tickets und verkaufe die mit 50%iger Preissteigerung als Abenteuerurlaub mit Fluggesellschaften … :)

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