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Wichtige Nachrichten aus Brasilien

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  • Dramatische Szenen im Bundesstaat Santa Catarina in Brasilien. Weite Landstriche sind nach wochenlangen Regenfällen überschwemmt, Erdrutsche begruben dutzende Häuser unter sich. 84 Menschen kamen bislang ums Leben, über 30 werden noch vermisst. Insgesamt 1.5 Millionen Menschen sind direkt von der Katastrophe betroffen, Zivilschu … [ mehr ]
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  • Über die Policía Federal nach Asuncíon

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    Veröffentlicht: 6. August 2006 um 15:46h | Aktualisiert: 24. April 2008 um 22:25h
    Abgelegt unter: Brasilblog Intern, Politik & Wirtschaft | Gelesen: 800 · heute: 2

    Morgen begebe ich mich wieder auf die Reise. Nachdem ich nun alle Dokumente zusammen habe und auch noch ein ominöses Formular ausgefüllt habe, auf dem wohl auch meine kompletten Fingerabdrücke zu hinterlegen sind, fahre ich in etwa 15 Stunden nach Foz do Iguaçu zur Policía Federal. Grund meines “Besuches” ist die Beantragung des Ausländerausweises. Diesen kann man erhalten, wenn die Daueraufenthaltsgenehmigung in der Ausländerbehörde in Brasilía genehmigt wurde. Folgende Unterlagen sind dafür einzureichen:

    1.) “Certidão Consular” im Original (bescheinigt, dass man Deutscher ist und enthält nochmals die Namen der Eltern)

    2.) Beglaubigte Kopien aller benutzten Seiten des Reisepasses

    3.) 2 aktuelle Fotos 3×4cm, farbig mit weissem Hintergrund in frotaler Position

    4.) Einreisekarte oder Bescheinigung über den Zeitpunkt der Einreise

    5.) Kopie des offiziellen Amtsblattes (Diário Oficial de União), in dem die Aufenthaltsgenehmigung bewilligt und veröffentlicht wurde

    6.) Bankquittungen der anfallenden Gebühren über 35.89 R$ und 69.02 R$ (Code 140082 und 140120)

    7.) Das Protocolo, welches man bei der Beantragung der Aufenthaltsgenehmigung erhält, im Original

    8.) das ausgefüllte Formular DPF-154 (erhältlich bei der PF)

    9.) Bei einer Familienzusammenführung zusätzlich eine beglaubigte Kopie des Personalausweises des in Brasilien lebenden Familienangehörigen (trifft auf mich nicht zu).

    Alle acht Punkte habe ich mit Bravour und immensen Einsatz von Nerven, Geldmitteln und Zeit bewältigt und werde nun den Stapel morgen früh gegen 10 Uhr den hoffentlich gut gelaunten Sachbearbeitern vorlegen.

    Und wenn alles gut geht, bin ich ein paar Stunden später schon wieder auf dem Weg quer durch Paraguay nach Asuncíon. Dort werde ich dann bis auf eine kurze Unterbrechung etwa 6 bis 8 Wochen ausharren müssen.

    Danach geht das Behördenjogging weiter. Die Neubeantragung des Arbeitsbuches, die Umschreibung des Führerscheins, die Beantragung des deutschen Reisepasses für meine Tochter, die Beantragung des brasilianischen Reisepasses für meine Tochter und meine Frau und die Abgabe des Beibehaltungsantrages der deutschen Staatsbürgerschaft (255 Euro) für meine Person werfen bereits ihre Schatten voraus. Und in weiter Ferne steht die Beantragung der brasilianischen Staatsbürgerschaft. Am 10. Juli 2007 kann ich dies in Angriff nehmen.

    Ihr seht, es werden noch viele Berichte aus, in und über Bürokratie, Formulare, Gebühren, Behörden und Konsulate folgen. Doch es sind neue und andere Geschichten, die ein anderes Mal erzählt werden sollen.

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  • 3 Kommentare
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    1. Zitat Dietmar: „Ihr seht, es werden noch viele Berichte aus, in und über Bürokratie, Formulare, Gebühren, Behörden und Konsulate folgen“

      Oi Digger,

      ich weiß zwar nicht, ob das alle Leser so interessiert. Aber bei mir kommt da natürlich wieder der Rechtsanwalt durch, so dass ich solche Berichte ausgesprochen gern lese.

      Sollte nur mal so gesagt sein.

      Außerdem hab ich ja mal ne Weile in Havanna gelebt, so dass mir bei einem solchen Bericht dann immer wieder die Erinnerung an den Bürokratismus der Kubaner kommt (der aber bestimmt viel größer war!!)

      Zitat Dietmar: „Und wenn alles gut geht, bin ich ein paar Stunden später schon wieder auf dem Weg quer durch Paraguay nach Asuncíon.“

      Da würde ich mich auch freuen, wenn du von Asuncion noch mal ein bisschen berichten würdest, so im Vergleich zu Brasil.

      Deinen Bericht neulich über den dortigen Schmutz fand ich zum Beispiel ausgesprochen lehrreich. Da hast du Dinge beschrieben, die man einfach so im Reiseführer nicht zu lesen bekommt. Aufgrund deiner Auslandserfahrung siehst du halt die Dinge einfach mit anderen Augen uns spürst auch besser, worauf es wirklich ankommt, wenn man irgendwo im Ausland lebt oder leben will.

      So, und jetzt hoffe ich nur, dass der Aufenthalt in Asuncíon für deine Lesergemeinde nicht zum Tod durch Verhungern führt.

      Schöne Wochen!

      Diter

    2. Du hast etwas ganz am Schluss vergessen, digdigger. “Graue Haare ausreissen oder wegfärben”.
      Viel Glück und gute Nerven beim Behörden-Marathon (find ich interessant).

    3. @diter: Ich weiss, dass es einige wenige interessiert und daneben schreibe ich es ja auch für mich. Und dann ist das schon okay. Verhungern lasse ich dich nicht. Es kommt auch in Kürze das Rio-Special. Hoffe da auch auf deine Kommentare.

      @Careca: 2mm Kurzhaarfrisur mit der Philips-Heckenschere ist Pflicht vor Behördengängen … Da gibts dann nichts zu raufen und erfreulicherweise ging heute alles 1a nach Plan. Habe mich halt gut vorbereitet. Alles am Laufen. Muss jetzt nur noch warten, bis die CIE da ist. Bätsch! :mrgreen:

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