
Datenklau bei Steuerbehörde
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Email-Spam und Werbesendungen sind auch in Brasilien desweilen eine Plage. Ein Publizist aus São Paulo, der damit regelmässig zugemüllt wird, hatte sich schon länger darüber gewundert, wie die Firmen an seine Daten herankommen.
Mit einem kleinen Trick und ein bisschen Glück kam er nun der Sache auf die Schliche. Bei der letzten Abgabe seiner Online-Steuererklärung änderte er seine Postanschrift und seine Emailadresse geringfügig ab. Und kurze Zeit darauf bekam er wieder Werbesendungen, und zwar mit den abgeänderten Adressdaten, die er eben ausschliesslich bei der Steuerbehörde verwendet hatte. Und diese kommt nun in Erklärungsnot, denn erstens ist die Weitergabe der Daten verboten und zweitens hat man die undichte Stelle nicht ausfindig machen können.
Derweilen drehen seine mittlerweile auf eine Adress-CD-Rom gebrannten Daten auf den Straßen São Paulos weiter die Runde. Verkauft werden sie an fast jeder Strassenecke von den fliegenden Händlern, bei denen man ja auch die neuesten raubkopierten Musik-CDs und Spielfilm-DVDs erwerben kann.
(gefunden bei No extremo sul da Bahia)




























Also das ist ja mal ein Ding, schöne neue digitale Welt. Die Vorteile von digitaler Bürokratie sind ja nicht von der Hand zu weisen, es geht bequemer und sollte schneller sein aber wenn die Daten in falsche Hände geraten ist das ärgerlich. Da ist unerwünschte Werbung noch das geringste Übel, wer weiß was man mit solchen Daten noch anfangen könnte.