
Tumulte um Geflügel
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An alle in Deutschland: Würdet ihr euch derzeit um ein Hähnchen prügeln? Wohl kaum. Wir hier schon!
So passiert im Grossraum São Paulo. Da aufgrund der Panik vor der Vogelgrippe in der europäischen Union teilweise die Exporte aus Brasilien - wo es übrigens nicht einen einzigen Verdachtsfall gibt - vollkommen unbegründet gestoppt worden sind, hat Brasilien nun eine Menge gefrorene Export-Broiler in seinen Kühlhäusern. Beschriftet in englisch, russisch und portugiesisch! Und um diese unbenklichen Hähnchen trotzdem unter das Volk zu bringen, werden sie nun zu Schnäppchenpreisen im eigenen Land verkauft. Das Kilo liegt derzeit bei etwa 1 R$ - 1,20 R$, dies sind etwa 45 Euro-Cent. Sie sind damit knapp 2/3 günstiger als bisher. Ein Supermarkt im Grossraum São Paulo hat nun damit Werbung gemacht und Kundschaft aus der ganzen Region angelockt. Bis zu 5 Tonnen Geflügel verkauft er derzeit täglich. Und es kommt dort immer wieder zu langen Schlangen. Und obwohl die Abgabe an die Kunden limitiert ist und eigentlich genug für alle da ist, kam es zu Gedränge, Handgemenge, Tumulten und sogar zu handgreiflichen Auseinandersetzungen, die von den Sicherheitsdiensten dann geschlichtet werden mussten.
Die Vogelgrippe ist (noch) weit weg - und wir erfreuen uns hier derweil an sinkenden Geflügel-Preisen! Und prügeln uns darum!





























Ich hatte gestern in den TV-Nachrichten gesehen/gehört, dass eine eine ganze Schiffsladung - für den nahen Osten bestimmt - ohne Limitierung der Abgabemenge für 0,79 Reais (0,31 EUR) das Kilo von einer Supermarktkette verkauft wurde, wobei es tatsächlich zu Prügeleien unter den Hausfrauen kam! Fast wie beim Schlussverkauf in Kölle!