
Regenwald-Privatisierung
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Hört sich doch erst einmal gar nicht schlecht an. Der Regenwald im Amazonas, knapp 5 Millionen Quadratkilometer gross, soll “privatisiert” werden. Also die Flächen, die derzeit von den Bundesbehörden “kontrolliert” werden, werden dann von Firmen … ja was denn eigentlich? Abgeholzt, gebranntrodet, ausgebeutet, nachhaltig ökologisch gesichert? Viele Worte sind im Spiel, und so ist das Gesetz, welches Staatspräsident Lula gestern unterzeichnete, höchst umstritten.
Das Gesetz sieht vor, in den kommenden 10 Jahren rund 3% der Fläche mit bis zu 40-jährigen Lizenzen zu versehen und alle 5 Jahre eine Kontrolle durchzuführen. Somit soll den illegalen Abholzungen Einhalt geboten werden. Und auch nur solche Aktivitäten sollen zugelassen werden, die den Regenwald nicht nachhaltig zerstören.
Pessimisten befürchten nun, dass zum einen die Kontrollmechanismen in diesem riesigen Land versagen werden und durch die Lizenzen die Abholzung nur vergrössert wird. Die illegale Rodung der “grünen Lunge” würde an anderen Stellen unvermindert weitergehen, nur dass dann noch zusätzlich an einigen Punkten legale Abholzungen als Öko-Vorzeigeprojekt präsentiert werden würden. Jegliche Abholzung müsse sofort beendet werden.
Ich persönlich halte das “Gesetz zur Verwaltung der öffentlichen Wälder” für eine Farce. Es ist ein Propagandatrick der Regierung im Wahljahr. Hier wird Ökologie vorgegaukelt, wo auch in Zukunft nur blinde Zerstörung aus finanziellem Interesse wüten wird. Und die uralten Baumriesen werden weiter fallen - Jahr für Jahr. Daran wird auch das Gesetz nichts ändern.




























Eine privatisierung der Regenwälder halte ich aber auch für eine Farce. Unternehmen interessiert doch nicht die Pflege und der Bestand des Waldes, sondern nur die Möglichkeit Profit zu machen.