
Unwetter über Toledo
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Eben war es noch sonnig und vor allem heiss. Und dann zog eine dunkle Wolke auf. Ok, man sieht aus dem Fenster und denkt sich nichts böses. Und dann hört man auf dem Dach einen Platscher. Ein grosser, also wirklich grosser Regentropfen muss das gewesen sein. Innerhalb von Sekunden wird der eine Platscher zu einem Dröhnen, der jegliches Gespäch unterbricht. Zudem fauchen Winböen wie aus dem Nichts auf einmal die Strasse rauf und sofort wieder runter. Der Regen kommt fast waagrecht zum Fenster rein, die Antenne fällt vom Dach, Wasser drückt sich unter der Haustüre durch, die etwas 1.50 Meter unter einem Vordach angebracht ist. Und in diesen Sekunden, als wäre das Ganze noch nicht genug, fällt der Strom aus.
Man hat eh besseres zu tun, als Fersehen zu schauen oder am Computer zu sitzen. Putzlappen werden geholt, das Wasser aufgewischt, Wäsche hereingeholt, Fenster kontrolliert. Das Unwetter nimmt an Stärke zu. Der Avocadobaum wird durchgeschüttelt und legt einige seiner dünneren Äste im Garten ab. Wasser schiesst aus allen Rohren, drückt sich durch jeden Ritz und macht die Strassen zu reissenden Fluten. In das Toben von Wind und Regen mischt sich nun beständiger Donner, der sich im 10 Sekunden Takt pausenlos wiederholt.
Nach 15 Minuten hat es sich erst einmal ausgetobt. Der Wind lässt nach, der Regen plätschert mit annehmbarer Stärke nun fast senkrecht auf die Erde und der Donner entfernt sich allmählich. Und plötzlich ist der Strom wieder da. Und man setzt sich vor den PC und schreibt diese kleine Anekdote aus dem Süden Brasiliens in seinen Blog.
Der Regen hat nun fast ganz aufgehört. Und es wird wieder merklich heller. Durch ein Wolkenloch scheint sogar wieder die Sonne. Ein bisschen wird man noch warten müssen, um wieder hinauszugehen. Schliesslich liegt da draussen noch eine Antenne, die wohl dieses Mal etwas besser montiert werden sollte. Und dies wird man wohl heute noch machen müssen. Es war ein kleines Unwetter über Toledo. Eigentlich nichts besonderes. Die Meteorologen kategorisieren solche Ereignisse jedoch hier als “El Niño”-Effekt. Gewarnt haben sie davor schon zu Sommerbeginn. Und vielleicht ist es gerade daher einen Eintrag wert.





























Im Ferienhaus in Finnland fällt bei einem Gewitter auch immer der Strom aus. Irgendwie sind dort die Stomleitungen nicht richtig abgesichert. Bis es dann wieder Strom gibt, kann schon mal zwei Stunden dauern. Wir mußten allerdings auch schon mal 8 Stunden warten.