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Wichtige Nachrichten aus Brasilien

  • Brasilien hat das Endspiel des olympischen Fussballturniers der Frauen gegen die USA mit 0:1 (0:0, 0:0) nach Verlängerung unglücklich verloren. In einer spannenden Partie, bei dem die Seleção über weite Strecken das Spiel dominierte und sich zahlreiche Torchancen herausarbeitete, erzielte Carli Lloyd in der 95. Minute für die … [ mehr ]
  • Weiterer Erfolg auf dem Wasser: Die brasilianischen Segler Robert Scheidt und Bruno Prada haben nach einer spannenden Aufholjagd in der Star-Klasse olympisches Silber erkämpft. Im abschliessenden “Gold Race” kamen sie als Dritte ins Ziel und profitierten vom schlechten Abschneiden der Schweden Fredrik Loof und Anders Ekstrom, welch … [ mehr ]
  • Fernanda Oliveira und Isabel Swan haben erstmalig eine Medaille für brasilianische Seglerinnen bei olympischen Spielen erkämpft. Das Duo, welches in der 470-Klasse antrat, holte am Montag überraschend Bronze. Nach den ersten 10 Regatten lagen die beiden Brasilianerinnen bereits auf Rang 3 und konnten diesen durch einen 1. Platz im &# … [ mehr ]
  • Bei den olympischen Spielen in China hat Cesar Cielo Filho über 50m Freistil souverän die erste Goldmedaille für Brasilien gewonnen. Mit der Endzeit von 21,30 Sekunden verbesserte er zudem seine bisherige Bestzeit im olympischen Schwimmwettbewerb um 4/100 Sekunden und schwamm den dritten olympischen Rekord in Folge. Für Cielo is … [ mehr ]
  • Bei den olympischen Spielen in China hat Cesar Cielo Filho am frühen Donnerstagmorgen über 100m Freistil die insgesamt 4. Bronzemedaille für Brasilien gewonnen. Mit seiner Endzeit von 47s67 erzielte der 21-jährige zudem einen neuen Südamerika-Rekord. Cesar kam bis auf das Hundertstel zeitgleich mit Jason Lezak aus den USA i … [ mehr ]



  • Mindestlöhne fern der Realität

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    Veröffentlicht: 3. Februar 2006 um 13:33h | Aktualisiert: 11. Februar 2006 um 02:01h
    Abgelegt unter: Politik & Wirtschaft | Gelesen: 965 · heute: 2

    Wer kennt das nicht: Ein Institut für Wirtschaftsforschung oder wie in Deutschland das statistische Bundesamt prüft die Preise und errechnet daraus die Lebenshaltungskosten. Berücksichtigt werden das Grundnahrungsmittelpaket im Supermarkt, Krankenversicherung, Fahrtkosten usw. Und dann stellt eben dieses Institut fest, was man verdienen muss, um sich dieses statistisch gesehene, normale Leben leisten zu können. Und in diesem Monat kam man hier in Brasilien auf sagenhafte 5 Mindestlöhne.

    Aber mal der Reihe nach. Das monatliche Grundnahrungsmittel-Paket (siehe unten), welches diesen Berechnungen zugrunde liegt, kostet hier in Paraná 163.16 R$ (ca. 63 Euro). Am teuersten ist das Paket in der Hauptstadt Brasilia mit 178.14 R$ (ca. 69 Euro), am billigsten ist es in Recife mit 126.03 R$ (ca. 49 Euro). Für Paraná entspricht dieser Betrag 54.39% des Mindestlohnes. Errechnet hat ausserdem das Institut DIEESE (Institut für Statistiken und sozialökonomische Studien), dass die Grundversorgung mit Lebensmitteln eines Ehepaares mit 2 Kindern in Paraná im Januar insgesamt 489.48 R$ (ca. 188 Euro) gekostet hätte. Dies sind 1.63 Mindeslöhne. Und wir reden hier eben nur von den Lebensmitteln.

    Daher kommt das Institut mit seinen Berechnungen der gesamten Lebenshaltungskosten auf Zahlen, die in der Realität kaum in einer Lohntüte anzutreffen sind. Bezogen auf den nationalen Mindestlohn von 300 R$ (ca. 115 Euro), benötigt eine Familie im Durchschnitt für Miete, Strom, Wasser, Lebensmittel, Schulbildung, Hygiene, Kleidung, Gesundheit sowie Fahrtkosten und Vorsorgemassnahmen fast genau 5 Mindestlöhne, nämlich 1496.56 R$ (ca. 575 Euro).

    Dies ist also die Kennziffer des benötigten Mindesteinkommens für eine 4-köpfige Familie. Aber diese hätte dann noch lange keinen europäischen Standard. Und doch verdeutlicht es ungemein, warum hier oftmals viele Generationen unter einem Dach leben. Nur durch die Ansammlung von 2, 3 oder 4 Gehältern lässt sich das Leben finanzieren. Alleine auf sich gestellt ist dies kaum zu schaffen. Eine schöne Betrachtungsweise dieses Problems habe ich im Blog von hendrix aus Florianopolis gefunden: “Es scheint so, als ob ohne die Familie als Grundstruktur ganz Brasilien innerhalb von 24 Stunden in sich zusammenfallen wuerde. Familie ersetzt hier Arbeitsamt, Sozialamt, Krankenversicherung, Bafoeg-Amt und was es sonst noch so im deutschen Sozialsystem gibt.

    Im April steigt nun der Mindestlohn auf 350 R$ (ca. 135 Euro). Gefordert wurden anfänglich von Gewerkschaften um die 400 R$ (ca. 154 Euro). Durch das Ansteigen des Mindestlohnes werden auch die Preise entsprechend steigen. Und in spätestens in 3 Monaten ist das derzeitige Verhältnis wieder hergestellt. Weit enfernt von jeglichem normalen Lebensstandard.

    Grundnahrungsmittelpaket (Cesta Básica):

    Fleisch - 6 kg
    Milch - 7,5 l
    Bohnen - 4,5 kg
    Reis - 3 kg
    Maniokmehl - 1,5 kg
    Süsskartoffel - 6 kg
    Tomaten - 9 kg
    Brot - 6 kg
    Kaffee - 600 g
    Bananen - 90 Stk.
    Zucker - 3 kg
    Soja-Öl - 900 ml
    Magarine - 750 g

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  • 4 Kommentare
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    1. Die Lebensunterhaltskosten sind Realität.
      Die Mindestlöhne sind fern der Realität!!!

    2. @Bagi:
      Du hast natürlich vollkommen recht. Ich habe mich da ein wenig missverständlich ausgedrückt. Habe aber den Eintrag inzwischen korrigiert. Danke für den Hinweis!

    3. hahah …. so war es nicht gemeint Dietmar. Natürlich war es richtig was Du geschrieben hast. Ich wollte aber auf die absurden Löhne aufmerksam machen.
      Kannst meinen Beitrag gerne löschen. Der macht mit Deiner neuen Überschrift keinen Sinn mehr :-)

      Schönen Abend

    4. @Bagi: Du hast mit beidem recht. Aber jetzt ist es deutlicher. Ich lösche doch nicht den ersten Kommentar, wo du deine WAHRE Email-Adresse angegeben hast! :)

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