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Wichtige Nachrichten aus Brasilien

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  • Unfreiwilliger Frühsport

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    Veröffentlicht: 21. Dezember 2005 um 00:29h | Aktualisiert: 21. Dezember 2005 um 00:29h
    Abgelegt unter: Panorama | Gelesen: 407 · heute: 2

    Der Kindergarten, wie bereits berichtet, kann Jasmin ja erst im März einen Platz anbieten. Da Vilma aber seit gestern arbeitet, hat sich die Nachbarin (direkt das Haus neber unserem) gegen entsprechende Bezahlung bereit erklärt, auf Jasmin aufzupassen. Die Nachbarin hat selbst drei Kinder (2 Mädchen und 1 Jungen) und daher schien daher bis zum März eine tolle Lösung zu sein.

    So wurde alles am vergangenen Sonntag besprochen und vereinbart. In den vergangenen Wochen war Jasmin schon desöfteren für mehrere Stunden dort gewesen und es schien ihr auch zu gefallen. Perfekt und in Sichtweite!

    Nun kommt Vilma heute, nachdem sie Jasmin dort angeholt hat, zu mir ins Büro und erklärt, die Nachbarin könne das Kind nicht mehr nehmen. Nach zwei Tagen! Die Nachbarin führte als Begründung an, ihr Sohn (3 Jahre) fühlte sich durch die Anwesenheit von Jasmin zurückgesetzt und würde eifersüchtig reagieren. Nunja, ob ich das glaube oder nicht, spielt eh keine Rolle. Vilma meint jedoch, es läge daran, dass wir halt schon morgens kurz nach sechs Jasmin dort abgeben würden.

    Aber egal, ändern kann ich es eh nicht. Also kommt Plan B nun zum Zuge. Die Nachbarin meiner Schwiegermutter hatte sich auch dazu angeboten. Und die wohnt ca. 25 Minuten Fussmarsch von uns weg. Daher war uns das zu weit. Aber da ich nun, seitdem Vilma arbeitet, dreimal in der Woche morgens zwischen 7 und 9 Uhr die kostenlose Milch für Jasmin holen darf, und das die Ausgabestelle von der Schwiegermutter nur fünf Minuten entfernt liegt, werden wir dies nun damit verbinden. Ich hole die Milch und bringe Jasmin zu ihrer Tagesmutter. Zweimal halt ohne Milch zu holen. Und Vilma kommt dann direkt nach der Arbeit dort vorbei und holt ihr Töchterchen ab. Ausserdem kann sie dann noch öfter bei der Oma vorbeischauen. So verbinden wir das Angenehme mit dem Nützlichen, zumindest bis der Kindergarten akut wird.


    Mein Schnuckelchen hinterm Haus

    Ausserdem ist dieser Fussmarsch von knapp 3 Kilometern gesund. Es geht nämlich nur bergauf und da unser Kinderwagen kaputt gegangen ist, habe ich auch noch 10 Kliogramm quirlige Lebhaftigkeit auf dem Arm. Es ist also sozusagen dann mein unfreiwilliger Frühsport unter Belastung. Womit wir bei der Überschrift angelangt wären. Denn ganz freiwillig mache ich das alles sicherlich nicht. Ich versuche einfach, positiv zu denken. Und ich werde versuchen, mir nicht die Füsse wund zu laufen.

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