
Kinderbrigade in Rocinha
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In der Favela Rocinha in Rio de Janeiro existiert schon seit einiger Zeit eine “Kinderbrigade”. Diese dient dazu, die Polizei bei Razzien abzulenken und deren Einsatz zu stören. Die Truppe soll in etwa 50 Jungen umfassen.
Mit meist aus Besenstielen gefertigten Spielzeugwaffen bedrohen sie unter lautem Kreischen und agressiven Gesängen die Polizei. Allerdings sind auch echte Schusswaffen, die regelmässig untereinander ausgestauscht werden, im Einsatz. 50 R$ (ca. 20 Euro) erhält ein Kind pro Woche von den “Traficantes” für die Störeinsätze.
Gegründet wurde die Brigade von dem berüchtigten Drogenboss Erismar Rodrigues Moreira alias “Bem-Te-Vi”, der am 29. Oktober bei einem Polizeieinsatz ums Leben kam.
Zwischen November und Februar, so ermittelte inzwischen das Drogendezernat von Rio de Janeiro, werden in der Carneval-Metropole mit Drogen jede Woche etwa 1 Million R$ (knapp 400.000 Euro) umgesetzt.
P.S.: Dieser Teil der Stadt steht übrigens nicht auf meinem Besuchsplan.



























